Verletztes Haustier gefunden

Katze auf der Straße

Immer wieder kommt es vor, dass ein Tier, offensichtlich sich selbst überlassen, am Straßenrand umherirrt. Viele Tiere verunglücken im Straßenverkehr.

Als Fahrzeugführer ist es Ihre ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern und noch vor Ort die Polizei zu rufen. Das fordert das Tierschutzgesetz. Auch wenn Sie den Unfall nicht selbst verursacht haben, sollten Sie nicht wegschauen, sondern handeln. Ein häufiges Motiv, einem Tier nicht zu helfen, ist die eigene Hilflosigkeit. Der Fahrzeugführer, der ein Tier findet oder selbst ein Tier angefahren hat, weiß nicht, was er tun soll. 

Deshalb geben wir Tipps, wie Sie vorgehen sollten:

  • Bewahren Sie Ruhe! Panik hilft dem Tier nicht.
  • Sichern Sie die Unfallstelle ab, damit kein anderes Fahrzeug hinein fährt (Warndreieck, Warnblinker, Warnweste).
  • Breiten Sie eine Decke aus.
  • Legen Sie das Tier vorsichtig auf die Decke.
  • Ist das Tier bei Bewusstsein: Halten Sie das Tier mit einer Hand an der Nackenhaut fest und legen Sie die andere Hand unter das Tier. Mit dem Nackengriff verhindern Sie Abwehrreaktionen des Tieres.
  • Ist das Tier ohne Bewusstsein: Legen Sie beide Hände unter das Tier, stützen Sie dabei den Kopf und legen es vorsichtig auf die Decke. Lagern Sie die Zunge heraus und führen Sie eine Herzmassage durch, indem Sie mehrmals einen kurzen Druck auf den Brustkorb ausüben.
  • Rufen Sie die Polizei: Diese soll sofort die Adresse des nächsten diensthabenden Tierarztes oder einer Tierklinik heraussuchen. Tierkliniken müssen sicherstellen, dass sie 24 Stunden am Tag erreichbar sind (ist dies nicht der Fall, dürfen sie sich nicht Tierklinik nennen).
  • Rufen Sie oder die Polizei sofort bei einem Tierarzt oder einer Tierklinik an. Bringen Sie oder evtl. die Polizei das Tier dort vorbei. Die berufliche Ethik verpflichtet den Tierarzt, lebenserhaltende Maßnahmen einzuleiten.

So helfen Sie einem verletzten Wildtier!