Tierversuche

Tierversuche sind in Politik und Wissenschaft leider noch weitgehend akzeptiert und viele sogar für die Zulassung von Medikamenten oder Chemikalien gesetzlich vorgeschrieben. Auch für neuartige Lebensmittel und Kosmetik müssen Tiere noch immer in Versuchen leiden. Dabei lassen sich die Ergebnisse aus Tierversuchen nur schwer auf den Menschen übertragen und bringen nicht den erhofften Durchbruch hinsichtlich dringend benötigter Therapien für Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Parkinson. Tierversuche werden also nicht gemacht, weil sie besser sind, sondern weil sie eine lange Tradition haben. Dabei gibt es bereits zahlreiche moderne, tierversuchsfreie Methoden. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich dafür ein, dass diese Alternativmethoden Tierversuche langfristig ersetzen.

Kaninchen im Pyrogentest

Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland auf den Weg gebracht, da die Bundesregierung die EU-Versuchstierrichtlinie nicht korrekt in deutsches Recht umgesetzt hat. 

Affe in freier Wildbahn (Symbolbild) © Cruelty Free International (Symbolbild) © Cruelty Free International

Gegen drei verantwortliche Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik wurden Strafbefehle beantragt - wegen des Vorwurfs der Tiermisshandlung. Wir hatten 2014 Strafanzeige gegen das Institut gestellt.

Fotomontage mit Versuchstieren in einem Müllerbeutel

2016 wurden in Deutschland fast drei Millionen Wirbeltiere in Versuchen „verbraucht“. Europaweit gibt es nur in Frankreich noch mehr Tierversuche.

Primat kurz vor der Operation am Kopf in einem deutschen Labor.

Mehr als 10.000 hoch entwickelte Affen leiden und sterben jedes Jahr in Tierversuchslabors der Europäischen Union. Darunter 2.219 Affen allein in Deutschland im Jahr 2016.

Labor

Bei tierversuchsfreie Test- und Forschungsmethoden müssen keine Tiere leiden und sie liefern im Gegensatz zu Tierversuchen belastbare Ergebnisse.

Maus wird mit einer Sritze etwas injiziert.

In Tierversuchen leiden Tiere – oft stellvertretend für den Menschen. Wer Tiere schützen will, muss sich daher für die Abschaffung von Tierversuchen einsetzen.

Eine graue Maus sitzt auf vielen Maiskörnern. © Javier Castro/Fotolia.com

Lebensmittelzusatzstoffe, neuartige Lebensmittel (Novel Food) oder gentechnisch veränderte Pflanzen werden oft in Tierversuchen getestet, bevor sie auf den Markt kommen.

Einem Kaninchen wird mit einer Spritze Flüssigkeit in ein Auge injiziert.

Bislang mussten für die Überprüfung von Kosmetika unzählige Tiere leiden und sterben - 2013 ist die letzte Stufe des EU-Tierversuchsverbots in Kraft getreten. Doch selbst hier gibt es noch Gesetzeslücken.