Massentierhaltung

Masthähnchen erreichen ihr Schlachtgewicht heute in nur sechs Wochen. Das ist doppelt so schnell wie vor drei Jahrzehnten.

Legehennen können heute etwa 300 Eier pro Jahr legen - mehr als das Fünffache ihrer Vorfahren. © A. Farkas/afi

Die üblicherweise praktizierte Schweinehaltung in der Landwirtschaft ist nicht tiergerecht. © Jo-Anne McArthur-Oikeut ta Eläimille

Ökonomie ist alles, Tierschutz bedeutet nichts

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Tiere in Massentierhaltung zugenommen, insbesondere in der Geflügelhaltung. Heute sind Bestände von 100.000 Legehennen, zehntausenden Masthühnern oder Puten pro Betrieb eher die Regel als die Ausnahme.

Um die Produktionskosten in solchen Tierfabriken so gering wie möglich zu halten, dominieren mittlerweile neuzeitliche Haltungssysteme, die weitgehend auf eingestreute Liege- und Laufflächen verzichten. Die Tiere werden auf engstem Raum und in reizarmer Umgebung gehalten, in Käfigen (Legehennen, Kaninchen), in Ställen ohne Tageslicht (Puten, Masthühner), in Anbindehaltung (Milchkühe) oder in kleinen Buchten oder sogar Kastenständen (Sauen).

Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich mit aller Kraft dafür ein, die Haltungsbedingungen für die Tiere in der Landwirtschaft zu verbessern. Aus unserer Sicht ist ein wesentliches Kriterium für eine tiergerechte Haltung, sozial lebende Tiere in angemessenen Gruppen zu halten und ihnen Auslauf im Freien zu bieten. Ausreichende Bewegungsmöglichkeiten, Tageslicht sowie eine strukturierte Umgebung ermöglichen es den Tieren, das arteigene Verhalten auszuüben und machen schmerzhafte Manipulationen überflüssig.

Doch dafür benötigen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns dabei, dem Leid der Tiere in der Intensivtierhaltungen ein Ende zu machen. Ihre Spende hilft.

Hintergrund

Masthühner werden in Bodenhaltung und überwiegend in agrarindustriellen Großbetrieben gehalten. Die Ställe bieten den Masthühnern kaum  oder gar keine Abwechslung und haben in der Regel kein Tageslicht. Mehr als 76 Prozent der Masthühner werden in Beständen von mehr als 50.000 Tieren gehalten. Im Gedränge können sich die Tiere mit fortschreitendem Alter immer weniger bewegen, verschlimmert durch die zuchtbedingten Beindeformationen. Arttypische Verhaltensweisen wie Scharren, Picken, Sandbaden, Laufen und Erkunden sind ihnen  kaum möglich. Gegen Ende der Mast können viele Vögel nur noch liegen.