Wertewandel-Preis TiBu

Auszeichnung für Beiträge zur Stärkung des gesellschaftlichen Wertewandels hin zu einem Mehr an Tierschutz

Der TiBu-Preis: Tiersilhouette aus Plexiglas auf einem Holzpfeil

Der Deutsche Tierschutzbund zeichnet mit dem „TiBu“ Menschen und Institutionen aus, die mit ihrem Wirken den Wertewandel in unserer Gesellschaft – zu einem Mehr an Tierschutz – voranbringen. Der Preis wird jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben.

2017 wurde der TiBu am 8. September, am Vorabend der Mitgliederversammlung, in Potsdam verliehen. Die Preisträger 2017 sind Sängerin Stefanie Hertel, Autor und Journalist Manfred Karremann sowie der Leiter der ZDF-Redaktion Kirche und Leben ev., Dr. Reinold Hartmann, der u. a. auch für die Themen der Reihe „37 Grad“ verantwortlich ist. 

TiBu-Preisträger 2017

Die TiBu-Preisträger mit der Jury des Deutschen Tierschutzbundes und Moderator Attila Weidemann.
Die TiBu-Preisträger mit der Jury des Deutschen Tierschutzbundes und Moderator Attila Weidemann (v. l. nach r.): Moderator Attila Weidemann, Renate Seidel & Dr. Brigitte Rusche (beide Vizepräsidentinnen Deutscher Tierschutzbund), Thomas Schröder (Präsident Deutscher Tierschutzbund), die Preisträger Dr. Reinold Hartmann, Stefanie Hertel und Manfred Karremann, Jürgen Plinz (Schatzmeister Deutscher Tierschutzbund).

Kategorie Prominent: Stefanie Hertel

Bei öffentlichen Auftritten ebenso wie im Stillen nutzt Stefanie Hertel jede Gelegenheit, um Menschen für den Tierschutz zu sensibilisieren. Sie wirbt dafür, auf Tiere zu achten, die Tiere zu achten – sei es bei der Ernährung oder durch den Verzicht auf Echtpelz. In ihrer Funktion als Botschafterin des Deutschen Tierschutzbundes besucht die Sängerin seit Jahren regelmäßig Tierheime, steht für Benefiz-Veranstaltungen zur Verfügung, sitzt in der Jury des Deutschen Tierschutzpreises und ist Laudatorin bei seiner Verleihung. 

Kategorie Investigative Recherche: Manfred Karremannn

Mit seinen kritischen Filmen, von denen viele beim ZDF in der Reihe „37 Grad“ ausgestrahlt wurden, hat Manfred Karremann seit 1988 den Tierschutz in die Öffentlichkeit gebracht und eine nicht mehr anzuhaltende Debatte über Tierschutz und Tierrechte mit angestoßen. 1996 und erneut 2005 dokumentierte er, begleitet vom damaligen Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, die unzumutbaren Zustände bei der Verladung von Rindern und deren Transport in den Libanon. Karremanns Bilder der Rindertransporte lösten einen Sturm der Entrüstung aus und führten letztlich dazu, dass die Subventionen für den Export von Schlachtrindern in Länder außerhalb der EU eingestellt wurden. In weiteren gemeinsamen Projekten mit dem Deutschen Tierschutzbund dokumentierte Karremann u. a. den Weg der Affen vom Dschungel auf Mauritius in deutsche Tierversuchslabore oder den Transport von Schlachtpferden von Litauen bis nach Sardinien. Bis heute nehmen die Tierschutz-Themen eine wichtige Stellung in seiner Arbeit als Autor und investigativer Journalist ein.

Kategorie Dokumentation: Dr. Reinold Hartmann

Als Leiter der Redaktion Kirche und Leben ev. beim ZDF ist Dr. Reinold Hartmann auch für das Format „37 Grad“ zuständig. Unter anderem ihm ist es zu verdanken, dass in der seit 1994 ausgestrahlten Reihe auch immer wieder Tierschutzthemen ihren Platz finden. Reportagen der Reihe „37 Grad“ stellen die Frage "Nach welchen Werten wollen wir leben?" in einer Zeit zunehmender Massproduktion und erreichen damit eine breite Bevölkerungsgruppe.