Welttierschutztag 2020

Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober rufen wir gemeinsam mit unseren rund 740 Mitgliedsvereinen das Leitmotto „Zusammen für Tierheime“ aus. Mit dem Motto „Zusammen für Tierheime“ wirbt der Dachverband zum Welttierschutztag und im Rahmen seiner Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ (www.tierheime-helfen.de) für mehr Solidarität mit den Tierheimen und klärt gleichzeitig über die finanzielle Herausforderung auf, vor der viele Tierheime aktuell stehen

Die Tierheime helfen jederzeit, wo sie können und sind für jedes Tier in Not da. Jetzt brauchen die Tierheime unsere Hilfe, denn Corona hat ein großes finanzielles Loch gerissen, wo ohnehin schon kaum genug da war, um die tagtägliche Versorgung der Tiere sicherzustellen. In einer von uns durchgeführten Umfrage unter den angeschlossenen Tierheimen bestätigen 56 Prozent, dass die Spendeneinnahmen durch die Corona-Krise gesunken sind. Wichtige Einnahmen brachen weg, weil Tierheime schweren Herzens Veranstaltungen, wie Vereinsfeste, Basare oder Tage der offenen Tür, absagen mussten. Tierheimcafés mussten schließen, Pensionstiere blieben aus. 50 Prozent der Tierheime gaben an, dass sie durch die Corona-Krise die Rücklagen des Tierschutzvereins teilweise bis ganz aufzehren mussten.

In Notfällen sind die Tierheime auf ihre ohnehin geringen Rücklagen angewiesen: wenn Reparaturen anstehen, alte Bausubstanz erneuert werden muss oder wenn viele kranke Tiere aus einem Fall von Animal Hoarding oder illegalem Welpenhandel aufgenommen werden müssen. Sind die Rücklagen aufgezehrt, müssen alle freien Einnahmen zum Aufrechterhalten des Tierheimbetriebs aufgewendet werden. Geld für unvorhergesehene Notfälle und dringende größere Investitionen fehlt. „Als Dachverband der Tierheime tun wir alles, um in dieser Notlage bestmöglich zu unterstützen. Die Tierheime sind jetzt aber vor allem auf Spenden tierlieber Menschen angewiesen. Bleiben diese aus, wirtschaften sie im Minusbereich“, so Schröder. Tierfreunde, die den Tierheimen helfen möchten, können an den örtlichen Tierschutzverein oder den Deutschen Tierschutzbund unter www.tierheime-helfen.de/spenden-corona spenden.

Weitere Informationen zum Welttierschutztag 2020 sind auch hier zu finden.

Statue des Heiligen Franziskus von Assisi im Brunnen der Akademie für Tierschutz.

Der Welttierschutztag

Der 4. Oktober, der Tag des Heiligen Franziskus von Assisi, wird international von Tierschützern als "Welttierschutztag" für Informationsveranstaltungen genutzt.

Franz von Assisi - Begründer des Ordens der Franziskaner und Schutzpatron der Tiere - sah das Tier als lebendiges Geschöpf Gottes und als Bruder des Menschen an. Doch wichtiger ist, dass Franz von Assisi den Einheitsgedanken der Schöpfung im Sinne der Gleichheit aller vor Gott und untereinander vorlebte und unermüdlich predigte. Auch den kleinsten Wurm betrachtete er als gottgewollt und daher als schützenswert. Am 4. Oktober 1228, zwei Jahre nach seinem Tode am 3. Oktober 1226, wurde er heilig gesprochen.

Es war der Schriftsteller und Tierfreund Heinrich Zimmermann, der 1924 vor Berliner Tierschützern für die Einführung des Welttierschutztages plädierte. Die erste Veranstaltung fand bereits am 4. Oktober 1925 im Berliner Sportpalast statt. Sein Antrag wurde jedoch trotz großer Zustimmung erst am 8. Mai 1931 auf dem Internationalen Tierschutzkongress in Florenz angenommen. Seither wird der Welttierschutztag international begangen und trägt erheblich zur Verbreitung des Tierschutzgedankens bei. Nach 1945 wurde der Welttierschutztag, mit Zustimmung der ausländischen Gremien, 1950 auch wieder in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt.