
Deutscher Tierschutzpreis Kategorie „Publikumspreis“
Mit dem Deutschen Tierschutzpreis ehren wir Menschen, die sich mit Leidenschaft und Ideenreichtum für das Wohl von Tieren einsetzen. Sie investieren Zeit, Energie und oft auch Geld, damit Tiere in unserer Gesellschaft Mitgefühl erfahren und ein besseres Leben führen können. Viele Tierschützer*innen wirken oft unbemerkt und bescheiden im Verborgenen.
Der Publikumspreis ist mit 3000 Euro dotiert. Die Auswahl des Publikumspreises legt die Jury in die Hände unserer Tierschutz-Community.
Das sind die Projekte, zwischen denen Ihr abstimmen könnt.
Die nominierten Projekte 2026 im Überblick in alphabetischer Reihenfolge

„Bennis Waldschützer*innen 3.0“ ist eine Nachhaltigkeits-AG des Wiedtal Gymnasiums für Arten-, Regenwald- und Klimaschutz. Gemeinsam haben die 107 Schüler*innen schon mehr als 71.500 Bäume in Indonesien gepflanzt und damit Lebensraum für bedrohte Tierarten geschaffen. In Costa Rica unterstützen sie den Schutz von rund 13.000 Quadratmetern Primärregenwald, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Auch vor Ort bringen die Jugendlichen den Naturschutz voran – etwa mit Insektenhotels und Pflanzaktionen klimaresistenter Bäume. Bei Regenwald-Aktionstagen begeisterten sie bereits mehr als 1.600 Grund- und Vorschulkinder für Umwelt- und Tierschutz. Mit kreativen Projekten wie „Faire Schoki für den Regenwald“ oder Escape Rooms zu Themen wie Wilderei und Palmöl verbinden sie Bildung mit konkretem Engagement. So zeigen die Jugendlichen, wie Arten- und Tierschutz schon in der Schule gelebt werden kann – und wie aus Wissen langfristiger Einsatz für Tiere und ihre Lebensräume entsteht.
Im Hunde-Kompetenz-Projekt des Tierheims Kaiserslautern bilden Manuela Habermann und Lukas Walter Fachkräfte aus Tierschutz und Hundetraining im gewaltfreien und wissenschaftlich fundierten Umgang mit schwierigen Hunden weiter.
Im Mittelpunkt stehen Tierheimhunde, die als verhaltensauffällig gelten - sie brauchen besondere Unterstützung und sind oft nur schwer oder gar nicht vermittelbar. Manuela Habermanns und Lukas Walters Ansatz stellt dabei die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der Tiere an erste Stelle. In praxisnahen Seminaren lernen Tierpfleger*innen, Tierheimmitarbeitende und Hundetrainer*innen, Körpersprache und Stresssignale zu erkennen, Hunde sicher zu handeln und ihr Verhalten fachlich einzuschätzen. Auch Enrichment, Medical Training und Kooperationstraining gehören dazu. So werden Tierschutzorganisationen befähigt, selbst schwierige Fälle langfristig kompetent und tierschutzgerecht zu betreuen – und geben Hunden eine Perspektive, die sonst kaum eine Chance hätten.
Die Initiative Katzenschutz Lahn-Dill hilft Straßenkatzen - denn ihr Leid gehört zu den größten Tierschutzproblemen Deutschlands. Gründerin Mareike Haas ist seit Jahren sieben Tage die Woche, bei jedem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit mit ihrem starken Netzwerk für die Tiere im Einsatz.
Das Herzstück ihrer Arbeit sind die Sicherung und Kastration frei lebender Katzen. Um scheue Katzen möglichst sicher und stressarm zu fangen, entwickelte ihre Familie eine spezielle Falle – mit Kameraüberwachung, Lichtschranke und Fernauslöser. Allein im vergangenen Jahr konnten mehr als 360 Katzen tierärztlich versorgt, kastriert, gekennzeichnet und registriert werden.
Die Initiative versorgt zudem kranke und verletzte Katzen, zieht verwaiste Kitten auf, hilft bei Animal-Hoarding-Fällen und arbeitet mit Landwirt*innen, Kommunen und Veterinärämtern zusammen. Durch die systematische Dokumentation ihrer Einsätze macht sie das erschreckende Ausmaß des Katzenelends sichtbar. Mareike Haas setzt sich außerdem für Katzenschutzverordnungen und eine konsequente Kastrationspflicht ein und bekämpft somit nicht nur die Folgen des Leids, sondern auch die Ursachen.
Der Verein "Stachelnasen Zwickauer Land e. V." kümmert sich seit 2022 um hilfsbedürftige Igel in der Region Zwickau/Chemnitz. Allein 2025 rettete Sandra Kühnert mit ihrem Verein rund 760 Tiere – darunter verwaiste Jungigel, kranke und geschwächte Tiere sowie Igel mit teils schwersten Verletzungen durch Mähroboter. Die ehrenamtlichen Helfer*innen versorgen die Tiere, päppeln sie auf und bereiten sie auf die Rückkehr in die Natur vor.
Zugleich klärt der Verein auf, wie Gärten igelfreundlicher werden und welche Gefahren den Tieren dort drohen. Sandra Kühnert koordiniert ein Netzwerk aus Pflege- und Überwinterungsstellen sowie die nötigen Transporte. Mit einer dauerhaften Igelstation in Zwickau möchte der Verein die Versorgung langfristig sichern und noch mehr Menschen für den Igelschutz sensibilisieren.
Mit ihrer Wildtierauffangstation setzt sich Sabine Gallenberger seit mehr als 19 Jahren für verletzte und verwaiste Wildtiere ein. Jährlich versorgt sie im Großraum München und darüber hinaus rund 200 Tiere – vor allem Eichhörnchen, aber auch Feldhasen, Wildkaninchen und Siebenschläfer. Sie übernimmt die Erstversorgung, pflegt die Tiere gesund und bereitet sie auf die Rückkehr in die Freiheit vor.
Ihr Einsatz reicht weit über die eigene Pflegestelle hinaus: Sabine Gallenberger berät Tierfinder*innen, Pflegestellen, Tierärzt*innen und Tierheime bei Notfällen und hilft, Krankheiten und Verletzungen einzuschätzen. Sie hat ein bundesweites Netzwerk aus Pflegestellen aufgebaut, schult Ehrenamtliche und gibt ihr Wissen weiter. Mit Schulbesuchen, Informationsveranstaltungen, Medienauftritten und Social Media sensibilisiert sie zudem für die Bedürfnisse heimischer Wildtiere – damit verletzte und verwaiste Tiere die Hilfe erhalten, die sie brauchen.

Stimmt jetzt für Euer Lieblings-Tierschutzprojekt ab!
Die Abstimmung läuft bis zum 14. Oktober. Jede Person kann nur einmal teilnehmen und dabei für eines oder mehrere Projekte abstimmen.
Die Registrierung mit Namen und E-Mail-Adresse ist notwendig, um einen fairen Abstimmungsprozess bestmöglich zu gewährleisten. Wir behalten uns vor, die angegebenen Daten auf mehrfache Stimmabgabe zu prüfen und manipulierte Stimmen zu entfernen.













