Katzenschutz in Schleswig-Holstein Unterstützung für landesweite Kastrationsaktion Pressemeldung

Weiße Straßenkatzen mit dunklen Flecken
Straßenkatze

Mit einem Zuschuss von insgesamt 20.000 Euro unterstützen der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Schleswig-Holstein die Frühjahrsaktion zur landesweiten Katzenkastration in Schleswig-Holstein. Die Aktion startet am 23. Februar und endet am 22. März, sofern die Mittel nicht vorher aufgebraucht sind. In diesem Zeitraum können Straßenkatzen in teilnehmenden Gemeinden kostenfrei kastriert werden. Die Aktion ist ein wesentliches Element, um die Population der Straßenkatzen und damit das Leid der Tiere, die ohne menschliche Fürsorge leben müssen, zu verringern. Gleichzeitig werden die Tierheime entlastet. Noch für dieses Jahr plant das Land den Erlass einer landesweiten Verordnung, die Katzenhalter verpflichtet, ihre Tiere kastrieren zu lassen.

„Über 3.600 Straßenkatzen konnten vergangenes Jahr kastriert, gekennzeichnet und registriert werden – ein toller Erfolg! Die ehrenamtlichen Tierschützer nehmen diesen Schwung mit in die diesjährige Frühjahrsaktion und sind hochmotiviert, wieder möglichst viele Katzen kastrieren zu lassen“, sagt Ellen Kloth, Vorsitzende des Landesverbands Schleswig-Holstein und Vizepräsidentin beim Deutschen Tierschutzbund. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: „Straßenkatzen müssen jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Nur durch die Kastration kann der Teufelskreis der unkontrollierten Vermehrung durchbrochen werden – und zwar sowohl der Straßenkatzen selbst als auch der Tiere, die in menschlicher Obhut leben! Deshalb ist eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen so wichtig.“

Hoffnung in landesweite Katzenschutzverordnung

Nachdem in den vergangenen Jahren etwa 32.000 Straßenkatzen in Schleswig-Holstein durch die Aktionen kastriert werden konnten, will das Land Schleswig-Holstein nun auch eine landesweite Katzenschutzverordnung mit einer Kastrationspflicht sowie einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen erlassen. „Wir setzen große Hoffnung in die zum Ende des zweiten Quartals angekündigte Verordnung“, kommentiert Kloth. „In Kombination können diese zwei wichtigen Maßnahmen - die landesweite Kastrationsaktion und die landesweite Katzenschutzverordnung - das Leid der Straßenkatzen wirklich nachhaltig eindämmen.”

Kastrationsaktion auch für Privatpersonen

Das Angebot in Schleswig-Holstein richtet sich vor allem an Tierschutzvereine, aber auch an andere Überbringer von Straßenkatzen, die in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden. Nach der Kastration werden die Katzen mit einem Transponder mit Mikrochip gekennzeichnet und bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, registriert. Schließlich werden die Katzen an den Fundstellen wieder freigelassen. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband unterstützen die Kastrationsaktion in Schleswig-Holstein mit jeweils 10.000 Euro. Der Landesverband Schleswig-Holstein dankt auch der Bastet Stiftung für ihre Spenden. Das Land Schleswig-Holstein stellt in diesem Jahr insgesamt 110.000 Euro für die Kastrationsaktionen bereit. Auch die Tierärzteschaft und die beteiligten Kommunen unterstützen die Aktion. Beteiligte Kommunen übernehmen die Hälfte der in ihrem Gemeindegebiet anfallenden Kosten und Tierärzte verzichten auf 30 Euro Honorar pro durchgeführte Kastration.

Hinweis an die Redaktionen:
Mehr Infos zur Aktion, eine Liste der teilnehmenden Gemeinden und alle Dokumente finden sich auf den Websites der Landesregierung und der Tierärztekammer.

Der Deutsche Tierschutzbund informiert im Rahmen seiner Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ über das Leid der Straßenkatzen und die Wichtigkeit der Kastration: www.jetzt-katzen-helfen.de

Kontakt für Journalist*innen Pressestelle: +49-(0)228-60496-24 / presse@tierschutzbund.de

Lea Schmitz Leitung Pressestelle / Pressesprecherin
Hester Pommerening vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Hester Pommerening Referentin für Presse und Veranstaltungsmanagement
Mitarbeiterin Deutscher Tierschutzbund
Nadia Wattad Pressereferentin
Portrait von Kerstin van Kan vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Kerstin van Kan Pressereferentin
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