Gemeinsam gegen Katzenleid Tierschutzvereine senden Notruf an die Politik: „Bundesweite Kastrationspflicht muss kommen!“ Pressemeldung

Ellen Kloth, Vizepräsidentin und Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, übergeben den Brandbrief an Silvia Breher
Ellen Kloth, Vizepräsidentin und Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, übergeben den Brandbrief an Silvia Breher

In einem Brandbrief an die Bundesregierung fordert der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit allen Landestierschutzverbänden und 775 Mitgliedsvereinen eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen mit unkontrolliertem Freilauf. Diese stellt den entscheidenden Schlüssel dar, um die Population der Millionen Straßenkatzen in Deutschland langfristig zu reduzieren, Tierleid zu verhindern sowie Tierschutzvereine zu entlasten. Den Brandbrief übergaben die Tierschützer heute in Berlin an die Bundestierschutzbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Silvia Breher.

„Eine bundesweite Kastrationspflicht ist das Fundament für wirksamen Katzenschutz in Deutschland“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Ohne politisches Eingreifen nimmt das Leid der Katzen und die Verzweiflung der Vereine weiter zu. Wir erwarten von der Bundesregierung Verantwortung, entschlossenes Handeln für den Tierschutz und konsequente Prävention.“

Die Vereine kümmern sich tagtäglich um Straßenkatzen, versorgen kranke und verletzte Tiere und lassen sie kastrieren – und stoßen dabei finanziell, räumlich und personell an ihre Grenzen. „Aufnahmestopps gehören zum Alltag, immer mehr Kitten müssen aufgenommen werden, die Straßenkatzenpopulationen wachsen trotz großen Engagements weiter und die finanziellen Mittel fehlen“, schildern die Tierschutzvereine in ihrem gemeinsamen Brief. Ein wesentlicher Faktor für die unkontrollierte Vermehrung sind die schätzungsweise 1,59 Millionen unkastrierten gehaltenen Katzen in Deutschland. Haben diese Tiere unkontrollierten Freilauf können sie sich fortpflanzen und so zum weiteren Anwachsen der Straßenkatzenpopulation beitragen.

Regionale Verordnungen können Katzenleid nicht stoppen

Einzelne kommunale Katzenschutzverordnungen haben sich als unzureichend erwiesen, um die unkontrollierte Vermehrung und das damit verbundene Leid der Straßenkatzen wirksam einzudämmen. Die Tierschutzvereine unter dem Dach des Tierschutzbundes fordern daher die Bundesregierung zum sofortigen Handeln und zur "Verankerung der bundesweiten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen im § 13b Tierschutzgesetz“ auf.

Hinweise an die Redaktionen:
Den vollständigen Text des Brandbriefs und eine Übersicht aller unterstützenden Tierschutzvereine finden Sie auf der Website www.jetzt-katzen-helfen.de/brandbrief. Gerne lassen wir Ihnen auch Zitate von unterstützenden örtlichen Tierschutzvereinen zukommen.

Parallel zum Brandbrief rollt der Deutsche Tierschutzbund eine Mitmachaktion für die Bevölkerung aus, bei der eine persönliche Nachricht an die Bundesregierung eingereicht werden kann, siehe www.jetzt-katzen-helfen.de/aktion-gemeinsam-gegen-katzenleid.

Der Deutsche Tierschutzbund informiert im Rahmen seiner aktuellen Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ über das Leid der Millionen Straßenkatzen in Deutschland.  Der kürzlich neu aufgelegte „Große Katzenschutzreport“ analysiert die Ursachen des Straßenkatzenelends und zeigt, warum eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen unzählige Katzenleben retten könnte: www.jetzt-katzen-helfen.de/report

Kontakt für Journalist*innen Pressestelle: +49-(0)228-60496-24 / presse@tierschutzbund.de

Lea Schmitz Leitung Pressestelle / Pressesprecherin
Hester Pommerening vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Hester Pommerening Referentin für Presse und Veranstaltungsmanagement
Mitarbeiterin Deutscher Tierschutzbund
Nadia Wattad Pressereferentin
Portrait von Kerstin van Kan vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Kerstin van Kan Pressereferentin
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