Serval „Balean“ zieht ins Tierschutzzentrum Weidefeld Pressemeldung

Serval Balean
Serval Balean

Der im Juli in Reinbek entlaufene Serval ist in das Tierschutzzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes umgezogen. Das Tier war zuvor illegal gehalten worden und seinen Haltern entwischt. Nach mehreren Tagen Freigang in der Ortschaft und einer nächtlichen Einfangaktion wurde der Kater namens „Balean“ zunächst im Tierheim Reinbek untergebracht. Aufgrund seiner besonderen Ansprüche konnte er dort jedoch nicht dauerhaft bleiben.

„Um Balean eine tiergerechte Unterkunft zu bieten, werden wir im kommenden Jahr umfangreiche und kostenintensive Umbaumaßnahmen vornehmen müssen“, erklärt Patrick Boncourt, stellvertretender Einrichtungsleiter des Tierschutzzentrums Weidefeld. „Diese Maßnahmen sind ausschließlich durch Spenden tierlieber Menschen möglich. Weder der Staat noch Züchter oder Händler beteiligen sich an den Kosten, die durch die unzureichend regulierte Haltung exotischer Tiere entstehen.“

Fragwürdige Zucht mit Afrikanischen Wildkatzen

Von den geplanten Umbaumaßnahmen soll auch der Savannah-Kater „Atary“ profitieren, der erst kürzlich nach einem Todesfall im Tierschutzzentrum Weidefeld aufgenommen wurde. Bei Savannah-Katzen handelt es sich um Kreuzungen aus Serval und Hauskatze, die zu hohen Preisen verkauft werden – ein fragwürdiger Trend, der die Nachfrage nach Servalen antreibt: Die Afrikanischen Wildkatzen werden auf dem Exotenmarkt zunehmend gehandelt, um mit ihnen zu züchten. Die Zucht von Hybriden bringt jedoch erhebliche Tierschutzprobleme mit sich und wird daher vom Deutschen Tierschutzbund abgelehnt.

Rechtlich sind Hybridkatzen bis einschließlich der vierten Generation als Wildkatzen zu behandeln und unterliegen denselben Haltungsanforderungen, die auch für Zoos gelten. Sie benötigen unter anderem großflächige Volieren. Eine reine Wohnungshaltung oder auch Freigang in der Nachbarschaft sind nicht erlaubt. In mehreren Bundesländern stehen Servale, Karakale und andere exotische Wildkatzen zudem auf der Gefahrtierliste und dürfen nur mit Genehmigung oder unter strengen Auflagen gehalten werden.

Kontakt für Journalist*innen Pressestelle: +49-(0)228-60496-24 / presse@tierschutzbund.de

Lea Schmitz Leitung Pressestelle / Pressesprecherin
Hester Pommerening vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Hester Pommerening Referentin für Presse und Veranstaltungsmanagement
Mitarbeiterin Deutscher Tierschutzbund
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Portrait von Kerstin van Kan vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Kerstin van Kan Pressereferentin
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