Deutscher Tierschutzbund zur Versuchstierstatistik 2024: „Positive Entwicklung, aber noch viel zu tun“ Kommentar

Einer Labormaus wird eine Substanz in den Bauch gespritzt

Zur veröffentlichten 2024er Versuchstierstatistik des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R), äußert sich Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Es ist zu begrüßen, dass die Zahl der in Tierversuchen eingesetzten Tiere in Deutschland seit 2019 stetig sinkt. Diese Entwicklung zeigt, dass es möglich ist, Tierversuche durch tierleidfreie Wissenschaft zu ersetzen. Dass auch die Bundestierschutzbeauftragte Silvia Breher die zunehmende Bedeutung der tierversuchsfreien Methoden hervorhebt, ist ein wichtiges Signal. Nun gilt es, den Worten auch Taten folgen zu lassen und den Ausbau tierversuchsfreier Methoden konsequent voranzutreiben und massiv zu fördern.

Noch immer ist die Zahl der eingesetzten Versuchstiere erschreckend hoch: Fast zwei Millionen Tiere, vor allem Mäuse und Fische, aber auch Katzen, Hunde und Primaten, werden weiter in Tierversuchen benutzt oder zu wissenschaftlichen Zwecken getötet. Hinzu kommen über eine Million Tiere, die ursprünglich für Tierversuche gezüchtet, dann aber doch nicht verwendet und als “überzählig” getötet werden.

Die weitere Reduktion der Tierzahlen muss daher strategisch angegangen und beschleunigt werden. Eine „Reduktionsstrategie“ – erarbeitet unter der Ampel-Koalition unter Beteiligung von Forschung, Industrie und Tierschutzorganisationen – liegt in der Schublade. Diese sollte von der Bundesregierung unverzüglich veröffentlicht und umgesetzt werden. Am Ende braucht es ein grundsätzliches Umdenken, einen Paradigmenwechsel – hin zu einer Wissenschaft, die ganz ohne Tierversuche auskommt.“

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