Deutscher Tierschutzbund fordert Tierheim-Milliarde Bundeshaushalt: „Sportmilliarde ist Schlag ins Gesicht für Tierheime“ Kommentar

Dünne Kitte wird von Tierpfleger in die Kamera gehalten. Die Straßenkatze sieht müde und erschöpft aus.

Der Haushaltsausschuss hat auf Initiative von CDU / CSU und SPD eine Milliarde Euro für die Sanierung von kommunalen Sportanlagen beschlossen. Die Tierheime in Deutschland, die Union und SPD laut Koalitionsvertrag bei Investitionen unterstützen wollen, finden bisher keine Berücksichtigung in den Haushaltsplänen. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Der Jubel von Union und SPD über die ‚Sportmilliarde‘ ist für die Tierheime im Land ein Schlag ins Gesicht. Es wirkt zynisch, wenn Sportstätten nun unbürokratisch Millionen für neue Duschen, Kunstrasen und Hallenböden erhalten sollen, während der Bund die Tierheime mit ihrem Sanierungsstau seit Jahren im Stich lässt. Immer wieder wurde und wird auf angeblich fehlende Bundeszuständigkeit verwiesen – eine faule Ausrede, um sich billig aus der Verantwortung zu stehlen. Die Koalition hat im eigenen Koalitionsvertrag finanzielle Unterstützung für Tierheime zugesagt – dieses Versprechen darf nicht gebrochen werden. Wer Milliarden für den Sport mobilisieren kann, kann auch eine Tierheim-Milliarde bereitstellen. Tierschutz ist sogar als Staatsziel im Grundgesetz verankert, Sport nicht. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihrem Verfassungsauftrag nachkommt, anstatt die Notlage der Tierheime weiter zu ignorieren.“

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