Bundeshaushalt droht Tierheime im Stich zu lassen Pressemeldung

Tierheimhunde
Tierheime kümmern sich um Hunde und viele andere Tiere, die gefunden oder beschlagnahmt wurden oder deren Besitzer sie nicht mehr halten konnten oder wollten.

Wenn der Haushaltsausschuss des Bundestags am 14. November in der sogenannten Bereinigungssitzung den Bundeshaushalt finalisiert, sind laut aktuellem Stand keine Gelder für Tierheime vorgesehen – trotz des im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigten Versprechens, Tierheime bei Investitionen zu unterstützen. Der Deutsche Tierschutzbund als Dachverband schlägt Alarm: Bleibt eine Unterstützung weiterhin aus, hat das schwerwiegende Folgen für Tiere und Tierhalter. 

„Wir brauchen jetzt politische Verantwortung – nicht irgendwann. Ohne ein funktionierendes Tierheim bleiben hilflose Tiere unversorgt und Menschen, die Tiere abgeben müssen, im Notfall ohne jede Unterstützung. Die Bundesregierung muss ihre Versprechen einlösen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.  

Viele Tierheime und ähnliche Einrichtungen in Deutschland stehen vor enormen strukturellen Herausforderungen: marode Gebäude, gestiegene Energie- und Tierarztkosten und Fachkräftemangel. Der Investitionsstau in deutschen Tierheimen dürfte nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes in dreistelliger Millionenhöhe liegen. Er droht, ohne finanzielle Hilfen weiter anzuwachsen. Allein in den über 750 Tierschutzvereinen mit rund 550 vereinseigenen Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, fehlen rund 160 Millionen Euro für dringend notwendige Krankenstationen, energetische Sanierungen und Modernisierungen.

Derweil kümmern sich die Tierschützer in den Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen um Tiere, die gefunden, von den lokalen Behörden aus schlechter Haltung beschlagnahmt oder von Tierhaltern abgegeben wurden. Jedes Jahr nehmen die deutschen Tierheime rund 350.000 Tiere neu auf. 49 Prozent der Tierheime sind voll belegt oder sogar übervoll. Immer wieder müssen deshalb Aufnahmestopps verhängt werden: Tierheime können dann trotz vieler Anfragen keine weiteren Tiere mehr aufnehmen – ein massives Tierschutzproblem.

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Lea Schmitz Leitung Pressestelle / Pressesprecherin
Hester Pommerening vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Hester Pommerening Referentin für Presse und Veranstaltungsmanagement
Mitarbeiterin Deutscher Tierschutzbund
Nadia Wattad Pressereferentin
Portrait von Kerstin van Kan vor dem Logo des Deutschen Tierschutzbundes
Kerstin van Kan Pressereferentin
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