Tierschutzzentrum Weidefeld

Für alle Felle Weidefeld

Kaninchen im Auswilderungsgehege im Tierschutzzentrum Weidefeld
Kaninchen im Auswilderungsgehege im Tierschutzzentrum Weidefeld

Am Anfang des Lebens sind wir besonders verletzlich. Wir müssen fest darauf vertrauen, dass wir geliebt, behütet und versorgt werden. Das gilt für Menschenkinder. Und es gilt für Tierkinder. In unserem Tierschutzzentrum Weidefeld kümmern wir uns deshalb jedes Jahr ab Frühjahr bis Ende Sommer ganz besonders intensiv und liebevoll um die Wildtierbabys, die zu uns kommen. Denn wie  jedes Jahr im Frühjahr/Frühsommer wird uns eine Vielzahl an verletzten oder verwaisten Säugerbabys und Vogelkindern ins Tierschutzzentrum Weidefeld gebracht. Zentrumsleiterin Dr. Katrin Umlauf rät die Kleinen erst einmal genau zu beobachten, denn vermeintlich einsame Wildkaninchen, Feldhasen, Marder oder Kitze sind nicht automatisch von der Mutter verlassen und ein Vogelküken, das piepsend außerhalb des Nestes herumhüpft, gehört möglicherweise zu den Nestflüchtern und ruft nur die Elterntiere. Nur wer wirklich sicher ist, dass das Jungtier verletzt, in Gefahr oder verwaist ist, sollte eingreifen. Wichtig ist dann die schnelle und professionelle Hilfe von Profis wie bei uns in der Wildtierstation.

Am Ende des Sommers konnten wir die meisten unserer Pflegekinder in die Freiheit entlassen. Genauso soll es sein.

Zuflucht für kranke, verwaiste und vernachlässigte Tiere

Möglich ist ein solcher Einsatz in unserem Tierschutzzentrum Weidefeld. Weidefeld ist einzigartig in ganz Deutschland. Auf dem 13 Hektar großen Gelände spielen Tiere die absolute Hauptrolle. Das Tierschutzzentrum im Norden Deutschlands ist eine wahre Oase des Tierschutzes. Ein Ort für alle Felle und Federn. Für Tiere, die keinen Platz in normalen Tierheimen finden, Tiere, die wir nicht weitervermitteln können, Heimat für schlecht gehaltene oder beschlagnahmte Tiere aus der Landwirtschaft, verletzte oder verwaiste Wildtiere. In Weidefeld wohnen Affen neben Papageien, Pferden, Schweinen und Ziegen. Hier kümmern sich engagierte und kompetente Tierpfleger liebevoll um Problemhunde und ziehen Säugetierkinder  in der Wildtierstation mit der Flasche groß.  

Auf insgesamt 400 Quadratmetern wird zudem die Reptilienstation im Tierschutzzentrum Weidefeld Reptilien, die beschlagnahmt, ausgesetzt oder abgegeben wurden, ein neues tiergerechtes Zuhause bieten. Die Station besteht aus großzügigen Volieren und Terrarien, einer Quarantäne- und Krankenstation sowie Gewächshäusern, großen Freilaufgelände und Teichanlagen für Wasser- und Landschildkröten.Immer häufiger landen Bartagamen, Nattern oder Schildkröten aus Privathaushalten in den Tierheimen, die eine artgerechte Unterbringung vor eine große Herausforderung stellt. Mit der Reptilienstation wollen wir die Tierheime entlasten. Tiere, die Veterinärämter beschlagnahmen oder die Tierschutzvereine bisher aufgenommen haben, finden hier eine Unterkunft auf Zeit. Langfristig sollen sie in sachkundige Hände vermittelt werden.Reptilien, die nur schwer oder gar nicht mehr vermittelt werden können, bleiben dauerhaft in Weidefeld. Mit ihnen wollen wir auf die Probleme bei der Haltung aufmerksam machen und gleichzeitig interessierten Privathaltern zeigen, wie eine artgerechte Unterbringung möglich ist. Die ersten Tiere sind am 21. Januar 2017 eingezogen: ein Leopardgecko, zwei Kornnattern und zwei Königspythons aus dem Tierheim Essen sowie zwei Bartagamen und zwei griechische Landschildkröten aus dem Tierheim Schleswig. 

Damit wir in Weidefeld auch in Zukunft zuverlässig den Tieren helfen können, brauchen wir Unterstützung. Für Medikamente und Futter. Und für gut ausgebildete Tierpfleger, die sich an 365 Tagen im Jahr um das Wohl unserer Schützlinge kümmern – Tag und Nacht.  

Für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Tierschutzzentrums sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Spenden Sie jetzt oder werden Sie Weidefeldpate!