Straßentiere Ukraine

Rettung vor dem Todeshaus

Arglos und freundlich mit dem Schwanz wedelnd, kommt der Streuner auf den städtischen Tierfänger zu. Vielleicht gibt es etwas Leckeres zu fressen. Doch ruckzuck packt der Mann den struppigen Vierbeiner, setzt ihn mit geübtem Griff in einen Transportkäfig und bringt ihn zu einem Transporter, in dem schon andere Hunde bangen: „Was wird geschehen? Wohin werden wir gebracht?“

Noch vor wenigen Jahren wären diese auf den Straßen der ukrainischen Stadt Odessa eingefangenen Straßenhunde einem grausamen Schicksal entgegengefahren. Ein städtischer Fangdienst brachte regelmäßig Tiere ins „Todeshaus“ (die sogenannte Budka), wo sie auf engstem Raum eingesperrt und später brutal erstickt wurden – eine barbarische Tierquälerei, die Odessas Straßen von den damals 70.000-80.000 streunenden Hunden befreien sollte.

Früher brachte ein Fangdienst die Streuner ins „Todeshaus“.

Heute werden die Tiere in unser Tierschutzzentrum gebracht.

Mit großer Tierliebe werden die Schützlinge versorgt.

Auch Sie können den Straßentieren helfen, mit einer Spende!

Dank des Deutschen Tierschutzbundes ist dieses sinnlose Töten seit über 10 Jahren beendet. Heute bringen die städtischen Fänger streunende Hunde und Katzen in unser Tierschutzzentrum in Odessa, wo die Vierbeiner tierärztlich untersucht, geimpft und kastriert werden. Denn nur so lässt sich nachhaltig verhindern, dass sich die Tiere immer weiter vermehren. Mit großer Tierliebe kümmern sich die ukrainischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tierschutzzentrum um ihre Schützlinge. Die kranken Tiere dürfen in ihrer Obhut bleiben, die gesunden Tiere werden in ihre herkömmlichen Reviere entlassen. So ist der sinnlose Kreislauf der Vermehrung und Tötung gestoppt.

Durch die Kastrationen und das anschließende Freilassen der Tiere konnte die Anzahl der frei lebenden Hunde im Stadtgebiet seit der Eröffnung des Zentrums 2005 auf circa 4.000 Tiere reduzieren. Die Hälfte der verbliebenen Hunde ist bereits kastriert, geimpft und mit einer Ohrmarke gekennzeichnet (Stand November 2016). Da die Anzahl der Straßenhunde innerhalb des Stadtzentrums so weit unter Kontrolle ist, verlagert sich der Schwerpunkt unserer Arbeit zukünftig auf die umliegenden Gemeinden und auf die Straßenkatzen, denn noch immer brauchen tausende Straßentiere in den umliegenden Gebieten der Stadt auch künftig dringend unsere Hilfe.

Damit unsere Arbeit in Odessa weitergeht, brauchen wir weiterhin Unterstützung für die tierärztliche Versorgung, für die Medikamente und das Futter unserer Streuner.

So helfen Sie den Straßentieren: 

Etwa 30 Euro pro Tag sind nötig, damit 30 Straßenhunde in unserem Tierschutzzentrum satt werden.

Etwa 60 Euro kosten die Medikamente für alle Tiere im Tierschutzzentrum pro Tag.

Etwa 80 Euro brauchen wir, um einen Straßenhund oder eine Straßenkatze zu kastrieren, medizinisch zu versorgen und anschließend wieder freilassen zu können.

Bitte helfen Sie den Straßentieren in der Ukraine und unterstützen Sie unser Tierschutz- und Kastrationszentrum in Odessa mit einer Spende!