Animal Hoarding

Tierhölle Animal Hoarding – für Tierheime ein Kraftakt

155 Hunde auf einem Hof in Niederbayern

Bei einem Tierschutzverein in Niederbayern ging ein anonymer Anruf ein, man möge doch einmal nach einer Hundehaltung schauen. Die Tiere dort würden so sehr bellen. Es müsse sich um mindestens zehn Hunde handeln, vermutet der Anrufer. Vor Ort bietet sich den Tierschützern dann ein unfassbares Bild. Unzählige kleine und mittelgroße Mischlingshunde laufen auf dem Gelände eines Vierseithofes umher. Schon auf den ersten Blick ist klar: Den Tieren geht es nicht gut. Viele sind in einem erbärmlichen Zustand. 

Eine Tierärztin wird später sagen, sie haben selten so verwahrloste Hunde gesehen. Unterernährt, die Ohren entzündet, das Fell verfilzt und voller Zecken, verwurmt, zum Teil erblindet und immer wieder sind die Zähne schlimm entzündet, was extreme Schmerzen verursacht. Fast alle Tiere sind verängstigt und unsicher. 155 Hunde sind es insgesamt. Kein einzelnes Tierheim kann über Nacht so viele Tiere aufnehmen. An der Rettungsaktion beteiligen sich schließlich insgesamt elf dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossene Tierheime. Der Fall in Niederbayern ist extrem, aber leider kein Einzelfall. Immer wieder werden Tiere zu Opfern von Tiersammlern oder Animal Hoardern. Dabei handelt es sich um ein psychisches Krankheitsbild, bei dem der Mensch in großer Anzahl Tiere hält, diese aber nicht angemessen unterbringt und versorgt. Den Tieren fehlt es an Futter, Wasser, Hygiene und tierärztlicher Versorgung.

Die Helfer brauchen Ihre Hilfe

Tragischerweise sind die aufgedeckten Fälle von Animal Hoarding nur die Spitze des Eisbergs. Viele der schlimmen Tierhaltungen bleiben unentdeckt. Zudem belastet jeder einzelne Fall, der aufgedeckt wird, die uns angeschlossenen Tierheime extrem. Da die Tiere in einem schlimmen Zustand sind, ist der Aufwand, sie zu versorgen, riesig.

Das kostet Zeit, Geld und belastet die Tierschützer auch emotional enorm. Damit wirklich jedem Hund, jeder Katze, jedem Pferd und all den Kleintieren geholfen werden kann, unterstützt der Deutsche Tierschutzbund die betroffenen Tierheime mit Mitteln aus seinem Feuerwehrfonds. In Niederbayern haben wir bislang mit insgesamt 24.000 Euro geholfen. Das ist gut angelegtes Geld, denn es lindert Tierleid, wie beispielsweise die Geschichte der Hündin Leila (Foto oben)  beweist. Auch sie war in einem schlimmen Zustand, als sie von dem Hof in Niederbayern gerettet wurde. Im Tierheim wurde sie medizinisch versorgt und liebevoll gepflegt und wieder aufgepäppelt. Inzwischen hat sie ein neues Zuhause gefunden. Sie ist sehr anhänglich und verschmust, spielt gern im Garten und liebt ihr kuscheliges, sauberes Bettchen im Wohnzimmer.

Bitte unterstützen Sie unseren Feuerwehrfonds mit Ihrer Spende, damit  wir den uns angeschlossenen Tierheimen schnell und unkompliziert helfen können, wenn sie das nächste Mal über Nacht eine große Zahl von Tieren aus einem Animal Hoarding-Fall versorgen müssen.