Wertewandel-Preis TiBu

Auszeichnung für Beiträge zur Stärkung des gesellschaftlichen Wertewandels hin zu einem Mehr an Tierschutz

Der TiBu-Preis: Tiersilhouette aus Plexiglas auf einem Holzpfeil

Der Deutsche Tierschutzbund zeichnet mit dem „TiBu“ Menschen und Institutionen aus, die mit ihrem Wirken den Wertewandel in unserer Gesellschaft – zu einem Mehr an Tierschutz – voranbringen. Der Preis wird jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben.

Erstmals verliehen wurde der Preis am 18. Juli 2016. Preisträger sind das Kulturfestival Tollwood München, Prof. Dr. Achim Spiller von der Universität Göttingen, Silvia Liebrich, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung in München und Christian Rohde, stellvertretender Redaktionsleiter bei ZDF Frontal21 aus Berlin. Die vier Preisträger kommen 2016 aus den Kategorien Festival, Wissenschaft, Medien – Print und Medien – TV.

Die erste Verleihung des TiBu fand im Rahmen der 30-Jahr-Jubiläumsfeier der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes in Neubiberg statt. 

Preisträger 2016

In bester Stimmung nach der Verleihung des TiBu (v.l.n.r.): Renate Seidel (Deutscher Tierschutzbund e.V.), Wolfgang Apel (Deutscher Tierschutzbund e.V.), Dr. Hans-Hermann Lambracht (Deutscher Tierschutzbund e.V.), Prof. Dr. Achim Spiller (Universität Göttingen), Stephanie Weigel (Tollwood Festival), Silvia Liebrich (Süddeutsche Zeitung), Simone Sombecki (WDR-Moderatorin), Christian Rohde (Frontal21), Thomas Schröder (Deutscher Tierschutzbund e.V.), Jürgen Plinz (Deutscher Tierschutzbund e.V.), Dr. Brigitte Rusche (Deutscher Tierschutzbund e.V.).

Kategorie Festival: Kulturfestival Tollwood (München)

Das Tollwood in München ist bereits seit den Anfängen 1988 Forum für Ökologie und Umweltbewusstsein. Für die Veranstalter gehören Kulturgenuss, Lebensfreude und das Engagement für Mensch, Tier und Umwelt zusammen und damit auch ein Engagement über die Grenzen des Festivals hinaus, z. B. mit "Bio für Kinder", der Aktion "Artgerecht" in Kooperation mit dem Deutschen Tierschutzbund oder aktuell als Initiatoren des im Mai 2015 gegründeten Aktionsbündnisses "Artgerechtes München". Letzteres setzt sich für eine Landeshauptstadt ein, in deren Wirkungskreis nur noch Produkte aus artgerechter Tierhaltung auf den Tisch kommen. 

Kategorie Wissenschaft: Prof. Dr. Achim Spiller (Göttingen)

Als Leiter des Lehrstuhls Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte der Universität Göttingen hat Prof. Spiller maßgeblich die Debatte darüber geprägt, wie Verbraucher transparent über Fragen der Herkunft von Fleisch mitentscheiden können und wollen. Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das er federführend miterarbeitet hat, zeigt zudem Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung auf. 

Kategorie Medien – Print: Silvia Liebrich (München)

Die Wirtschaftsredakteurin und Buchautorin Silvia Liebrich arbeitet seit 14 Jahren für die Süddeutsche Zeitung in München. Sie schreibt über das „tierische Geschäft mit dem Fleisch“, den Viehexport in Europa oder vegane Ernährung. „Die Menschheit lebt auf Kosten künftiger Generationen“, schreibt Liebrich in ihrem eigenen Blog „Sofies verkehrte Welt“. „Dieser Lebensstil lässt sich so nicht aufrechterhalten. Neue Ansätze für das Zusammenleben und einen umwelt- und ressourcenschonenden Umgang mit den lebenswichtigen Ressourcen sind gefragt.“

Kategorie Medien – TV: Christian Rohde (Berlin)

Als stellvertretender Redaktionsleiter beim politischen ZDF-Magazin Frontal21 zeigt Christian Rohde in seinen mehrfach ausgezeichneten Reportagen, dass Schweine, Kühe oder Hühner vielfach nur als Ware gelten und der Tierschutz oft mit Füßen getreten wird. Frontal21 macht auf das Leid von Tieren in der Lebensmittelproduktion aufmerksam, berichtet aber auch über die ökonomischen Zwänge von Landwirten, die dazu führen und konfrontiert die politisch Verantwortlichen.