Pressemeldung

30 Jahre Akademie für Tierschutz

Die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes in Neubiberg bei München feiert heute ihr 30-jähriges Bestehen. Seit 1986 ist die Akademie ein Ort, an dem die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen aktuelle Tierschutzprobleme dokumentieren, bewerten und fachliche Lösungsansätze erarbeiten. Zugleich ist die Akademie seit jeher Begegnungs- und Ausbildungsstätte für alle, die am Tierschutz interessiert sind, ein Ort an dem Experten für Arbeitsgespräche und Diskussionen zusammenkommen, aber auch Forschungsstätte mit einem eigenen Zellkulturlabor zur Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen. Das Jubiläum feiert der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit Gästen aus Politik, Landwirtschaft, Tierärzteschaft, Vertretern von Tierschutzvereinen, Partnern und Förderern. Im Rahmen der Feierlichkeiten verleiht der Verband auch erstmals den „TiBu“, einen Preis für Personen und Institutionen, die einen Beitrag zum Wertewandel in unserer Gesellschaft – hin zu einem Mehr an Tierschutz – leisten.

„Die Akademie für Tierschutz ist seit ihrer Gründung rasch zum geistigen Zentrum für die mitunter streitbaren Diskussionen zwischen allen relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft geworden und bis heute geblieben“, erläutert Dr. Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz und Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Dies hat uns nicht nur den Ruf als einzigartige „Denkfabrik“ im europäischen Tierschutz eingebracht, sondern unsere eigene Lehr- und Ausbildungstätigkeit ebenso befördert wie unsere Arbeit für den praktischen Tierschutz.“

Die Gründung der Akademie für Tierschutz wurde durch das Vermächtnis des Buchhändlers und Neubiberger Bürgers Adolf Hempel ermöglicht. Er hinterließ dem Deutschen Tierschutzbund Anfang der 1980er Jahre ein Wohnhaus auf einem großen Grundstück, das in den folgenden Jahren zur Akademie für Tierschutz umgebaut und kontinuierlich erweitert wurde.

Gestartet ist die Akademie 1986 mit zwei wissenschaftlichen MitarbeiterInnen. Heute arbeiten über 40 MitarbeiterInnen für die Referate Alternativmethoden zu Tierversuchen, Artenschutz, Tiere in der Landwirtschaft, Heimtiere, Vegetarismus, in der Tierheimberatung oder der Rechtsabteilung. Die MitarbeiterInnen arbeiten dabei eng mit den anderen KollegenInnen des Deutschen Tierschutzbundes zusammen, unterstützen die Tierschutzvereine und Tierheime und engagieren sich in vielen Fachgremien. Die praktische Forschungsarbeit im hauseigenen Labor der Akademie ist auf Fragestellungen zu Alternativen zum Tierversuch ausgerichtet.