Pressemeldung

Landesverband Saarland des Deutschen Tierschutzbundes setzt bei Großer Koalition wichtige Tierschutzthemen durch

Im Saarland haben CDU und SPD gestern den gemeinsamen Koalitionsvertrag unterzeichnet, heute wurde Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wiedergewählt. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Saarland begrüßen, dass sich auch zum Tierschutz einige wichtige Vereinbarungen im Koalitionsvertrag finden.

„Die Große Koalition im Saarland hat erfreulich viele Tierschutzthemen auf die Agenda gesetzt, was sicherlich nicht zuletzt auch unserem Landesverband und seinem Engagement auf politischer Ebene zu verdanken ist“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Nun ist es an der neuen Regierung, ihren Worten in den kommenden Jahren auch Taten folgen zu lassen.“

„Die Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium unter Minister Reinhold Jost und mit dem Tierschutzbeauftragen Dr. Hans-Friedrich Willimzik hat sich in der letzten Zeit sehr positiv gestaltet“, ergänzt Beatrice Speicher-Spengler, Vorsitzende beim Deutschen Tierschutzbund Landesverband Saarland. „Der Koalitionsvertrag lässt nun hoffen, dass es auch in Zukunft im Tierschutz im Saarland weiter voran geht.“

Koalitionsvertrag vielversprechend

Der Koalitionsvertrag sieht eine Fortführung des runden Tisches zum Tierschutz vor. Das Amt des Landestierschutzbeauftragten bleibt bestehen. Die Finanzierung der Tierheime, die im Auftrag der öffentlichen Hand die Betreuung von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren übernehmen, soll durch das Ministerium „moderiert“ und langfristig abgesichert werden. Auch eine Katzenschutzverordnung soll kommen, um das Problem der unkontrollierten Vermehrung und das damit verbundene Leid von Straßenkatzen in den Griff zu bekommen. Der Koalitionsvertrag sieht zudem die Weiterentwicklung von Alternativen zu Tierversuchen vor und die Koalitionspartner bekennen sich zu einem Wildtierverbot im Zirkus. Die Tierschutzstiftung Saar, die es sich zum Ziel gesetzt hat Tierschützer und Tiernutzer an einen Tisch zu bringen und sich gemeinsam für den Tierschutz und eine artgerechte Haltung von Tieren einzusetzen, wird vom Land weiterhin unterstützt. Grundsätzlich wird eine artgerechte Tierhaltung von den Koalitionspartnern als Thema mit „hohem Stellenwert“ bezeichnet. Obwohl die Intensivtierhaltung im Saarland selbst keine Rolle spielt, wünscht sich der Landesverband in diesem Punkt jedoch mehr Unterstützung: „Tierschutz beginnt auf dem Teller – deshalb würden wir gern gemeinsam mit dem Umweltministerium verstärkt vermitteln, dass Verbraucher bewusst auf artgerechte Tierhaltung aus der Region setzen sollten, anstatt tierische Produkte zum Billigpreis und auf Kosten der Tiere zu kaufen“, sagt Speicher-Spengler.