Pressemeldung

25 Jahre Landestierschutzverband Brandenburg

Der Landestierschutzverband Brandenburg des Deutschen Tierschutzbundes hat am vergangenen Wochenende sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Gegründet wurde der Landesverband von acht Brandenburger Tierschutzvereinen. Heute gehören ihm 27 Vereine mit 15 vereinseigenen Tierheimen an. Im Rahmen der Feierlichkeiten, an denen auf die Entwicklung des Tierschutzes in Brandenburg zurückgeblickt wurde, war auch die aktuell existenzbedrohende Lage vieler Tierheime Thema.

„Um Tierschutz mit Leben zu erfüllen braucht es Menschen, die sich mit Engagement, mit der inneren Überzeugung und mit festem Willen für das Wohl der Tiere einsetzen. In einer modernen Gesellschaft wie der unsrigen ist Tierschutz jedoch eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe. Nur, weil Tierschützer mit viel Engagement helfen, kann man eine gesellschaftliche Aufgabe nicht auf die Schultern dieser Menschen abwälzen“, sagte Renate Seidel, Vorsitzende des Landesverbands und Vize-Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. Wie überall in Deutschland, stehen auch brandenburgische Tierschutzvereine teilweise vor dem finanziellen Aus. Der Hauptgrund für die schwierige Lage ist die nicht kostendeckende Erstattung der für die Kommunen übernommenen Pflichtaufgaben. „In Brandenburg muss der Tierschutz im Landeshaushalt so festgelegt werden, dass damit zumindest Substanz und Betrieb der Tierheime erhalten werden können“, forderte Seidel.

25 Jahre gemeinsame Tierschutzarbeit

Wie erfolgreich und solidarisch Tierschutzvereine zusammenarbeiten könnten, zeigte sich im Laufe der Geschichte des Landesverbandes vielfach: U.a. die Versorgung von zurückgelassenen Katzen der GUS-Streitkräfte, das Oderhochwasser 1997 mit vielen in Not geratenen Tieren oder extreme Animal Hoarding-Fälle konnten die Tierschützer gemeinsam meistern. Erfolg hatte der Landesverband als Träger des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin Brandenburg: Mit einem Volksbegehren konnte das Bündnis erreichen, dass Brandenburg ab 2017 einen Tierschutzbeauftragten haben wird und ein Tierschutzplan für landwirtschaftlich genutzte Tiere in Arbeit ist. Gemeinsam mit anderen Initiativen konnte der Verband den Bau der größten Schweinemastanlage Deutschlands in Hassleben vorerst verhindern. Im Tierschutzbeirat Brandenburg macht sich der Landesverband seit Beginn zudem für den Schutz aller Tiere stark.