Pressemeldung

Tierschutzverein Altenburg u.U. e.V. kann mit Bauprojekten fortfahren

Deutscher Tierschutzbund unterstützt mit 50.000 Euro – Land Thüringen ebenfalls mit Zuschuss

Am morgigen Samstag übergibt Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie dem Tierschutzverein Altenburg den Landeszuschuss für dringend benötigte Bauprojekte. Zusätzlich zu eigenen Mitteln des Tierschutzvereins unterstützt auch der Deutsche Tierschutzbund den zweiten Bauabschnitt mit 50.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Kosten hierfür auf 160.000 Euro, 63.000 Euro kommen vom Land, 47.000 Euro bringt der Tierschutzverein Altenburg selbst auf. Neben energetischen und Sanierungsmaßnahmen werden sechs neue Hundeinnenräume und die Futterküche errichtet. In weiteren zwei Bauabschnitten werden dann auch die Unterbringung der Katzen sowie weitere Hunderäume nebst Ausläufen und die Quarantänestation für Hunde modernisiert. Der Landestierschutz-verband Thüringen steht dabei ebenso wie die Tierheimberatung des Deutschen Tierschutzbundes beratend zur Seite.

„Wir haben in den Tierheimen massiven Investitionsstau. Sie können kaum Rücklagen bilden, da Bund, Länder und Kommunen häufig eine angemessene Bezahlung der Pflichtaufgaben verweigern. Wir sind froh, dass wir hier mit unserem Landesverband, dem Land Thüringen und dem Tierschutzverein eine gute Lösung finden konnten“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Auch Hans Gleitsmann vom Landestierschutzverband Thüringen ist froh darüber, dass nach den vorbereitenden Maßnahmen im vergangenen Jahr nun der zweite von insgesamt vier geplanten Bauabschnitten in Angriff genommen werden kann: „Gemeinsam mit unserem Dachverband haben wir den Tierschutzverein begleitet und beraten und freuen uns auf die Bauprojekte, die das Tierheim insgesamt zukunftsfähiger machen.“

Der Tierschutzverein Altenburg hatte 2009 erste Baumaßnahmen ergriffen und u.a. eine neue Krankenstation für Katzen gebaut. Nun geht es um weitere Projekte, die aus den aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln realisiert werden: Sechs von insgesamt zwölf neuen Hundeinnenräume verbessern die art- und tiergerechte Unterbringung der Tiere, eine neue Futterküche erleichtert ihre Versorgung, zudem wird ein Empfangsgebäude neu errichtet. In den weiteren Abschnitten, die in Angriff genommen werden können, sobald die Finanzierung gesichert ist, sind noch sechs neue Hundeinnenräume, nebst Ausläufen, eine Quarantänestation für Hunde sowie eine modernere Katzenanlage geplant.

Vielerorts ist die Lage in den Tierheimen bedrohlich, weil der ehrenamtliche Tierschutz viele Aufgaben für die öffentliche Hand übernimmt, häufig jedoch auf den Kosten hierfür sitzen bleibt. Nach wie vor problematisch ist, dass die Finanzierung der Unterbringung von Fundtieren, dem größten Kostenfaktor der Tierheime, häufig unzureichend ist. Der Deutsche Tierschutzbund und seine Landesverbände unterstützen die Vereine mit Rat und Tat, etwa bei Verhandlungen vor Ort, wodurch bereits Verhandlungserfolge erzielt werden konnten. Zudem besteht vielfach großer Investitionsstau bei der Verbesserung alter Bausubstanz. Hier hilft der Dachverband mit einem Bauhilfefonds, wie aktuell in Altenburg.