Pressemeldung

Welt-Ei-Tag am 14. Oktober: Noch immer viele Hühner in Käfighaltung

Anlässlich des „Welt-Ei-Tages“ am 14. Oktober macht der Deutsche Tierschutzbund darauf aufmerksam, dass nach wie vor viele Legehennen in Käfigen gehalten werden. Immer noch stammen acht Prozent aller in Deutschland produzierten Eier aus dieser Haltungsform, die erst 2025 ein Ende haben soll. Diese Eier werden hauptsächlich in Produkten mit Ei verarbeitet – eine Kennzeichnung nach Haltungsform ist hier nicht verpflichtend. Mit seinem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ kennzeichnet der Deutsche Tierschutzbund frische Eier, die aus einer artgerechteren Haltung mit konkreten Verbesserungen für die Tiere stammen.

„Viele Verbraucher wissen nicht, dass viele Hennen auch nach der Abschaffung der konventionellen Legebatterien nach wie vor in sogenannten Kleingruppenkäfigen leben, in denen sie nur geringfügig mehr Platz haben“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Kleingruppenkäfige sind zwar mit einer Sitzstange sowie je einem Bereich zur Eiablage und zum Scharren ausgestattet, werden den Verhaltensansprüchen der Hennen aber in keiner Weise gerecht. Dabei haben die Verbraucher schon klar gezeigt, dass Eier aus Käfighaltung – gekennzeichnet mit der Ziffer „3“ - nicht gewünscht sind: In den Supermärkten sind sie als frische Schaleneier nicht mehr zu finden. „Wir appellieren an die Verbraucher, auch bei verarbeiteten Produkten genau hinzuschauen, welche Eier enthalten sind“, sagt Schröder. Der Großteil der Käfigeier kommt heute in Nudeln, Backmischungen, Kuchen oder anderen Fertigprodukten zum Einsatz. Eine Kennzeichnungspflicht der Haltungsform besteht, anders als bei frischen Eiern, nicht. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine solche verpflichtende Kennzeichnung, entsprechend der Haltungssysteme, mit den Ziffern 0, 1, 2 oder 3.

Frische Eier mit dem Tierschutzlabel

Beim Kauf frischer Schaleneier können Verbraucher seit Anfang des Jahres auf Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes zurückgreifen. Die Hennen werden im Vergleich zur üblichen Freiland- und Bodenhaltung unter strengen Haltungsbedingungen gehalten und profitieren von konkreten Verbesserungen: Sie haben mehr Platz, mehr Beschäftigungsmaterial und ihre Schnäbel dürfen nicht gestutzt werden. In beiden Stufen des Labels, Einstiegs- und Premiumstufe, kommen statt neun Tiere, wie in der konventionellen Haltung, nur sieben Tiere auf einen Quadratmeter Stallfläche. Das Platzangebot wird in beiden Stufen durch einen Kaltscharraum erweitert, in der Premiumstufe kommt zusätzlich ein Auslauf von vier Quadratmetern pro Tier hinzu.