Ferkelkastration - Keine Mehrheit für Antrag aus Bayern

Kommentar

Ferkel im Stroh

Der Antrag aus Bayern, der das Verbot der Ferkelkastration ohne Betäubung ab 2019 für fünf Jahre hinauszögern will, hat heute im Agrarausschuss des Bundesrates keine Mehrheit erhalten. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Das sind gute Nachrichten, die uns aus dem Agrarausschuss erreichen; eine wichtige Hürde ist genommen. Wir können jetzt nur an das Plenum des Bundesrates appellieren, sich in der Sitzung am 21. September ebenso zu entscheiden und für das bestehende Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab 2019 einzustehen. Es darf nicht sein, dass die Politik vor der Branche einknickt und die Ferkel fünf weitere Jahre leiden müssen, obwohl tierschutzgerechte Alternativen existieren und es ausreichend Zeit für eine Umstellung gab."

Der Deutsche Tierschutzbund hatte sich mit einem Schreiben vor der heutigen Sitzung an die Mitglieder des Agrarausschusses gewandt und an sie appelliert, gegen den Antrag aus Bayern zu stimmen.