Deutscher Tierschutzbund kürt Tierheimtier des Monats:

Schäferhündin „Bella“ sucht liebevolles Zuhause

Die Kaukasische Schäferhündin wird im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel von allen nur „die hübsche Bella“ genannt. Seit über zwei Jahren wartet sie auf ihr „Zuhause-für-immer“. Copyright: Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e. V.

Im Rahmen der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ hat der Deutsche Tierschutzbund das Tierheimtier des Monats Februar gekürt: Die Kaukasische Schäferhündin Bella wartet im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung e. V. auf ein neues Zuhause. Interessierte können sich direkt beim Tierschutzverein melden. Mit der Aktion will der Deutsche Tierschutzbund seinen angeschlossenen Mitgliedsvereinen dabei helfen, Tierheimbewohner, die schon lange auf ihre Adoption warten, zu vermitteln.

„Ganz typisch für einen Herdenschutzhund zeigt sich Bella fremden Personen gegenüber reserviert und zurückhaltend, sie passt auf und schlägt auch an. Menschen, an die sie gewöhnt ist, begegnet sie aber sehr freundlich, gehorsam und umgänglich – und sie liebt es, zu kuscheln und sich ihre Streicheleinheiten abzuholen“, sagt Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung. Die Hündin stammt aus schlechter Haltung und lebt nun schon seit zwei Jahren im Tierschutzzentrum. Bellas neue Halter sollten sich mit den Bedürfnissen und dem Verhalten von Herdenschutzhunden auskennen – der Herdenschutz eignet sich jedoch nicht als Aufgabe, denn Herdentiere nicht zu jagen, hat sie nie gelernt. „Im neuen Zuhause wünschen wir uns einen Garten oder Hof, damit Bella auf ihr Territorium aufpassen kann. Sie liebt es, alles im Blick zu behalten“, erklärt Asseburg-Schwalki. Auch für ausgedehnte Spaziergänge ist Bella schnell zu begeistern, bei denen sie prima an der Leine läuft. Begegnungen mit fremden Hunden können manchmal noch etwas anstrengend werden, auf ein konsequentes ‚Nein‘ reagiert sie aber sehr gut. Auch Hundefreundschaften mit gemeinsamem Spielen und Toben sind – zumindest bei unkastrierten Rüden – nicht ausgeschlossen. Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten des Tierschutzvereins finden Interessierte auf www.tierheime-helfen.de.

„Leider landen verstärkt Herdenschutzhunde in den Tierheimen, häufig weil die Besitzer sie unüberlegt anschaffen. Für die Tierheime stellt die Vermittlung in ein passendes Zuhause – mit viel Platz und Menschen, die über Erfahrung mit den Rassen verfügen – oft eine Herausforderung dar“, erklärt Caterina Mülhausen, Leiterin Campaigning beim Deutschen Tierschutzbund.

Tierheime helfen. Helft Tierheimen!

Mit der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ macht der Dachverband der deutschen Tierheime auf die wertvolle Leistung der Tierheimmitarbeiter und -helfer aufmerksam. Der Fokus auf die vielen außergewöhnlichen Bewohner der Tierheime soll Tierliebhabern die falsche Scheu vor dem Gang ins Tierheim nehmen und ihnen bewusstmachen, dass sie hier einzigartige Freunde fürs Leben finden können. Dem Deutschen Tierschutzbund sind über 740 Tierschutzvereine mit rund 550 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen.