Deutscher Tierschutzbund unterstützt Kastration von Straßenkatzen in Schleswig-Holstein

Kampagnenmotiv Katzenkastration
Mit der Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ macht der Deutsche Tierschutzbund auf die Wichtigkeit der Katzenkastration aufmerksam.

Der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein unterstützt die heute startende, landesweite Katzenkastrationsaktion mit 10.000 Euro. Auch der Deutsche Tierschutzbund beteiligt sich als Dachverband finanziell an den zwei geplanten Kastrationsaktionen im Frühjahr und Herbst. Die aktuelle Aktion soll bis zum 15. März 2019 laufen, sofern die Mittel nicht schon früher aufgebraucht sind. In den teilnehmenden Gemeinden können kostenfrei Katzen kastriert werden, bei denen es sich nachweislich um frei lebende Straßenkatzen – und nicht um in Privathaushalten lebende Tiere – handelt. Nach der Kastration müssen die Tiere wieder dort ausgesetzt werden, wo sie eingefangen worden sind.

„Straßenkatzen stammen von nicht kastrierten Hauskatzen ab, sie sind meist sehr scheu und führen täglich einen harten Kampf ums Überleben – oft im Verborgenen und ohne menschliche Zuwendung“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Nur durch eine Kastration kann man verhindern, dass sich die Tiere weiter unkontrolliert fortpflanzen.“ Holger Sauerzweig-Strey, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein, ergänzt: „Wir sind froh, dass die sehr erfolgreiche Aktion in Schleswig-Holstein fortgesetzt wird. Zum einen können wir das Leid der Straßenkatzen eindämmen, zum anderen entlastet ein Rückgang der Population auch unsere Tierheime, die jetzt schon bis zu 30 Prozent weniger Fundkatzen melden.“

Aktuell gibt es in Schleswig-Holstein schätzungsweise 60.000 bis 70.000 frei lebende Straßenkatzen. Die bisher im Land durchgeführten Kastrationsaktionen – insgesamt sechs zwischen 2014 und 2018 - werden als vorbildliche Zusammenarbeit von Land, beteiligten Kommunen, Tierschutzverbänden und Tierärzteschaft angesehen. Im Rahmen der Aktionen konnten 14.262 Katzen, davon etwa 60 Prozent weibliche Tiere und 40 Prozent Kater, kastriert werden. Die Landesregierung, kommunale Verbände, die Tierärzteschaft, Tierschutzverbände und private Spender hatten für die Kastrationsaktionen insgesamt 1.433.548 Euro bereitgestellt.

Mehr Infos zur aktuellen Aktion, eine Liste der teilnehmenden Gemeinden und ein Vordruck zur Kostenübernahme finden sich auf der Website der Landesregierung.