Nachhaltiger Katzenschutz in Niedersachsen

Deutscher Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband Niedersachsen unterstützen wieder Kastrations-Aktion des Landes Niedersachsen

Kampagnenmotiv Katzenkastration
Mit der Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ macht der Deutsche Tierschutzbund auf die Wichtigkeit der Katzenkastration aufmerksam.

Auch in diesem Jahr findet durch die Initiative des Landestierschutzverbandes Niedersachsen und mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes wieder eine landesweite Katzenkastrations-Aktion in Niedersachsen statt. Ab dem 6. Dezember können Tierschutzvereine, Tierheime und Betreuer von Futterstellen erneut alle Katzen, denen kein Besitzer zugeordnet werden kann, kostenlos von einem Tierarzt kastrieren lassen.

Freilebende Hauskatzen sind domestizierte Haustiere, die nicht an ein Leben in der Natur ohne menschliche Unterstützung angepasst sind, so dass sie, wenn sie dauerhaft außerhalb menschlicher Obhut leben, häufig Schmerzen, Leiden und Schäden in erheblichem Ausmaß erfahren. Wir freuen uns, dass sich das Land Niedersachsen dieser Verantwortung wieder annimmt und trotz der schwierigen Coronasituation 150.000 Euro für das Kastrationsprojekt bereitstellt. Zusätzlich fordern wir die Kommunen auf, Kastrationsgebote zu erlassen, um der unkontrollierten Fortpflanzung von Freigängerkatzen aus Privathaushalten zu begegnen. Rund 450 niedersächsische Kommunen haben davon bereits Gebrauch gemacht," sagt Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Niedersachsen. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: „Viele niedersächsische Kommunen gehen mit gutem Beispiel voran. Die Kastration ist die einzige Möglichkeit, den Teufelskreis der unkontrollierten Vermehrung freilebender Hauskatzen zu durchbrechen. In diesem Zusammenhang appellieren wir auch an die Halter von Freigängerkatzen, diese kastrieren zu lassen. Unkastrierte Freigängerkatzen halten die Fortpflanzungskette bei den frei lebenden Straßenkatzen und das damit verbundene Tierleid aufrecht.“

Der Deutsche Tierschutzbund stockt die Summe um 10.000 Euro und der Landestierschutzverband um 7.000 Euro auf. Bereits zum fünften Mal seit Projektstart im Frühjahr 2018 führen Tierschützer in Zusammenarbeit mit der Landestierschutzbeauftragten und der Tierärzteschaft die landesweiten Kastrationen durch. Bisher konnten 11.206 Katzen kastriert werden.

Um frei lebende Straßenkatzen im Aktionszeitraum kostenlos kastrieren zu lassen, müssen sich Vereine und private Katzenschützer bei den Tierärzten anmelden und schriftlich bestätigen, dass es sich nicht um in Privathaushalten lebende Tiere handelt. Nach der Kastration werden die Tiere mit einem Chip gekennzeichnet, bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes registriert und nach einer Beobachtungszeit wieder am Einfangort freigelassen. Dort werden die Katzen weiterhin beobachtet, gefüttert und bei Bedarf medizinisch versorgt.

Der Deutsche Tierschutzbund informiert im Rahmen seiner Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ über das Leid der Straßenkatzen und die Wichtigkeit der Kastration: www.tierheime-helfen.de/katzenschutz