Stoppt qualvolle Tiertransporte #stopthetrucks

Schweine in einem Tiertransporter.

Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Dabei werden sie vielfach tagelang durch Europa und weiter gekarrt. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden gesetzlichen Vorgaben. Ruhe- oder Melkzeiten werden während der Transporte meist unzureichend oder überhaupt nicht eingehalten. Oftmals sind die Tiere gar nicht transportfähig, leiden unter Verletzungen, Lahmheiten oder sind sogar tragend. Kommen die Tiere nach Stunden oder Tagen am Zielort an, sind sie meist völlig entkräftet. Viele brechen vor Erschöpfung zusammen.

Wir setzen uns dafür ein, Langzeittransporte EU-weit zu minimieren, die Überarbeitung der Tierschutz-Transportverordnung einzufordern und langfristig darauf hinzuwirken, dass der Transport von landwirtschaftlich genutzten Zuchttieren und Schlachttieren durch die Beförderung von Fleisch und Reproduktionsmaterial ersetzt wird.

Die zuständigen Minister der Länder Dänemark, den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien haben sich bereits in einer gemeinsamen Ländererklärung für kürzere Transportzeiten ausgesprochen und einen Antrag für eine Überarbeitung der europäischen Transportverordnung bei der EU-Kommission eingereicht. Wir fordern den EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Vytenis Andriukaitis nun auf, diesem Antrag zuzustimmen.

Sie können helfen:

Seit Jahren kämpfen wir gemeinsam mit unserer europäischen Dachorganisation Eurogroup for Animals dafür, Langzeittransporte EU-weit zu minimieren und die Tierschutz-Transportverordnung zu überarbeiten. Werden auch Sie aktiv, um bessere Transportbedingungen für die Tiere zu erreichen:

Adresse

Vytenis Andriukaitis
European Commission
Rue de la Loi / Wetstraat 200
1049 1049 Brussels
Belgium / Belgien

E-Mail: cab-andriukaitis-webpage(at)ec.europa.eu

Brief-Vorschlag

Sehr geehrter Herr Andriukaitis,

jedes Jahr werden über eine Milliarde lebende Tiere zu kommerziellen Zwecken durch die Europäische Union und in Drittländer transportiert. Für die Tiere bedeuten die langen Transporte Erschöpfung, Dehydrierung, Verletzungen und sogar den Tod. Dazu steigt das Risiko der Seuchenverbreitung. Umfragen zeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung eine Begrenzung der Transportzeiten fordert. Dennoch sind seit dem Inkrafttreten der EU Transportverordnung in 2007 die Zahl der Langstrecktransporte, also über acht Stunden, gestiegen.

Die geltende Verordnung (EG) 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport lässt zu, dass Schweine und Rinder viele Stunden ohne Pause transportiert werden dürfen. Nach 24 Stunden in beengenden Lastwagen, ohne ausreichend Futter und Wasser zeigen die Tiere schlimmste Verletzungen. Nach einer 24-stündigen Pause geht die Fahrt weiter. Eine Begrenzung dieser Routine gibt es nicht.

Die zuständigen Minister der Länder Deutschland, Dänemark und die Niederlande und Schweden, Belgien und Österreich  haben sich bereits für kürzere Transportzeiten ausgesprochen und einen entsprechenden Antrag für eine Überarbeitung der Transportverordnung bei der Kommission eingereicht.

Sehr geehrter Herr Kommissar, mit diesem Schreiben fordere ich Sie deshalb dazu auf, eine Revision der EU-Transportverordnung einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Was wir tun

Seit Jahren kämpfen wir gemeinsam mit unserer europäischen Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, für das Aus sinnloser und tierquälerischer Transporte lebender Tiere. Wir decken Missstände auf und informieren Bürger darüber. Gemeinsam mit dem Wiener Tierschutzverein und der Eurogroup for Animals haben wir den 1. Juli zum europaweiten Aktionstag gegen Tiertodestransporte erklärt.

Film: LKW-Aktion gegen Tiertransporte

Unterstützung im Kampf gegen Tiertransporte: Mit unserem Kampagnen-Motiv „Mein Weg in den Tod ist die Hölle" fahren LKWs quer durch Deutschland, um auf das millionenfache Leid aufmerksam zu machen. Der Video-Podcast zeigt das „Making-of" und die ersten Fahrten der LKWs auf den Autobahnen.