Symposium und Workshop: Ersatz von Fötalem Kälberserum (FKS) in Forschung und Entwicklung

Tilo Weber

Tilo Weber, Dr. Joachim Wiest, Dr. Sandra Coecke, Dr. Aline Chary, Dr. Karen Bieback, Dr. Jan van der Valk

FKS

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Akademie für Tierschutz
Spechtstraße 1
85579 Neubiberg

 

Datum Symposium: 03.11.2020; von 08:30 Uhr (Registrierung ab 8:00 Uhr) bis ca. 17:00 Uhr

Datum Workshop: 04.11.2020; von 9:00 bis ca. 17:00 Uhr

Zielgruppe Symposium: Studierende und Promovierende in den Fachrichtungen Biologie, Medizin, Tiermedizin und verwandte Fachrichtungen, Post-Docs, Arbeitsgruppenleiter

Zielgruppe Workshop: MTA, BTA, Promovierende, Post-Docs

Wichtiger Hinweis: Die Voraussetzung für eine Teilnahme am Workshop ist die vorherige Teilnahme am Symposium (der Workshop ist nur in Kombination mit dem Symposium buchbar).

In Zusammenarbeit mit cellasys.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Renate Benthlin-Stiftung für Nutztierschutz.

Ort Symposium:

Online-Veranstaltung

Ort Workshop:

Akademie für Tierschutz
Zellkulturlabor
Spechtstraße 1
85579 Neubiberg

Inhalte:

In der biomedizinischen Forschung und Entwicklung dient fötales Kälberserum (FKS) als wichtiger Zusatz für Zell- und Gewebekulturen. Dahinter steckt allerdings erhebliches Tierleid: Ungeborenen Kälbern wird aus dem noch schlagenden Herz möglichst viel Blut entnommen. Dies geschieht ohne Betäubung, obwohl es deutliche Hinweise gibt, dass die Kälberföten bereits leidensfähig sind. Aber auch wissenschaftliche Gründe sprechen gegen den Einsatz von fötalem Kälberserum. Die genaue Zusammensetzung des Serums ist bislang nicht bekannt, zudem sind Verunreinigungen möglich. Das kann die Zellkulturen negativ beeinflussen und damit auch die an ihnen durchgeführten Versuche. Daher sind FKS-freie Nährmedien nicht nur eine ethische, sondern auch wissenschaftliche Notwendigkeit. Alternativen zu FKS existieren und werden bereits in vielen Zellkulturen verwendet. Unser Symposium am TranslaTUM in München soll die Aufmerksamkeit von Laborant*innen und (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen auf diese Thematik lenken und die Akzeptanz alternativer Medien steigern. Unser anschließender Satellitenworkshop wird Techniken vorstellen, wie Zellen auf die Verwendung von FKS-freiem Nährmedien umgestellt werden können.

Symposium am 03.11.2020:

Internationale Experten aus Universitäten, Industrie, Behörden und Tierschutz werden an diesem ganztägigen Symposium den aktuellen Stand der Entwicklungen zu Fötalem Kälberserum (FKS) diskutieren und die ethischen und wissenschaftlichen Vorteile von  tierleidfreien Alternativen vorstellen.

Die eintägige Veranstaltung findet online über Zoom statt. Die Vorträge und Diskussionen erfolgen in englischer Sprache.

Redner*innen Symposium:

  • Dr. Jan van der Valk (3Rs-Centre Utrecht Life Sciences)
  • Dr. Karen Bieback  (Universität Heidelberg; DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gGmbH)
  • Dr. Aline Chary (Luxembourg Institute of Science and Technology)
  • Dr. Sandra Coecke (Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission)
  • Dr. Joachim Wiest (cellasys GmbH)
  • Tilo Weber (Akademie für Tierschutz – Referat Alternativmethoden zu Tierversuchen)

Workshop vom 04.11.2020:

Am 04. November findet der Satellitenworkshop an der Akademie für Tierschutz in Neubiberg statt.
Im praktischen Teil des Workshops demonstriert Dr. Joachim Wiest (cellasys GmbH) die Eignung von serumfreiem Medium zur Kultivierung von Zellkulturen. Dazu werden die Zellen anhand eines speziell entwickelten Protokolls von serumhaltigem Medium auf serumfreies Medium umgestellt. Anhand der Ergebnisse wird die Eignung zur Umstellung auf serumfreies Medium bewertet. Die Teilnehmer*innen lernen dadurch, diese Bewertungen bei den eigenen Zelllinien durchzuführen und die möglichen Auswirkungen einer Umstellung einschätzen zu können.

Der theoretische Teil des Workshops besteht aus Vorträgen zu den wissenschaftlichen Risiken und Alternativen zu FKS (Dr. Jan van der Valk, 3Rs-Centre Utrecht Life Sciences) und Informationen zu weiteren alltäglich verwendeten Laborreagenzien tierischen Ursprungs, wie polyklonale Antikörper, Gelatine, Kollagen, Trypsin, Matrigel etc. (Tilo Weber, Akademie für Tierschutz).

Die Teilnahme am Workshop ist auf 10 Personen begrenzt, Verpflegung ist inklusive, ebenso Übernachtung für auswärtige Teilnehmer*innen. Voraussetzung zur Teilnahme des Workshops ist die Teilnahme am Symposium. Kosten (inkl. Verpflegung): 50,00 Euro, reduzierter Betrag für Promovierende und Studierende: 10 € bei Nachweis einer aktuellen Immatrikulation bzw. Promotion.

Zur Anmeldung füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus und schicken Sie dieses per E-Mail an alternativmethoden(at)tierschutzbund.de. Anmeldeschluss ist der 19.10.2020. Für die Gewährung des reduzierten Beitrages fügen Sie bitte noch einen aktuellen und gültigen Nachweis der Immatrikulation bzw. Promotion hinzu.

Hier finden Sie das aktuelle Programm der Veranstaltung.

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