Tierheime helfen. Helft Tierheimen!

Wir stellen den Welttierschutztag 2016 am 4. Oktober unter das Leitmotto "Tierheime helfen. Helft Tierheimen!" und erweitern unsere Serie dafür um diese zwei neuen Motive.

Viele Menschen scheuen einen Besuch im Tierheim, zu schmerzlich erscheint der Anblick trauriger Tieraugen hinter Gittern. Hinzu kommt das hartnäckige Gerücht des "gestörten" Tierheimtieres, welches leider immer wieder dazu führt, dass Interessenten sich eher an Züchter wenden oder Zeitungsanzeigen nachgehen.

Mit unserer Kampagne wollen wir den Menschen unsere Tierheime näher bringen und zeigen, welch großartige Arbeit dort täglich geleistet wird und warum die Tierheime deshalb die Unterstützung aller verdienen! Wir möchten Ihnen gerne die Augen öffnen, mit wie viel Liebe den Tieren dort der vorübergehende Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet wird und wie viel Lebensfreude und Dankbarkeit diese Tiere in unser Leben bringen, wenn wir ihnen ein neues Zuhause schenken.

Tierheime leisten Großartiges und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie geben jedem Tier eine warme und trockene Unterkunft, füttern es und zeigen ihm, was eine liebevolle und aufmerksame Zuwendung ist. Dabei kennen sie keine Sonn- und Feiertage. Kein Tier wird auf der Straße sitzen gelassen. Sie kümmern sich um Fund- und Abgabetiere jeder Art, füttern und kastrieren frei lebende Katzen, nehmen kurzfristig Hunde aus dem illegalen Welpenhandel auf, managen Hochwasser-Katastrophen… Tierheime helfen – und das, obwohl sie vom Staat keine ausreichende, kostendeckende Unterstützung bekommen.

Für diese großartige Arbeit und das Engagement haben Tierheime unser aller Unterstützung verdient!

  • Möchten Sie nach reiflicher Überlegung ein Tier aufnehmen, gehen Sie bitte in das nächstgelegene Tierheim.
  • Unterstützen Sie das örtliche Tierheim oder den Deutschen Tierschutzbund mit Geld-Spenden.
  • Helfen Sie mit Sachspenden wie z. B. Futter, Handtücher, Decken, konkret vom Tierheim benötigtes Material.
  • Übernehmen Sie ein Ehrenamt (Gassigeher, Katzenstreichler, Vorstandsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit,  aber auch praktische Hilfe bei den täglich notwendigen Reinigungsarbeiten).
  • Machen Sie sich ein Bild von Ihrem örtlichen Tierheim und berichten Sie Ihren Freunden und Bekannten von Ihren Eindrücken.
Beispiel-Facebook-Profilfoto mit Hund und Twibbon-Herz der Tierheim-Kampagne.

Ein Herz für Tierheime:

Zeigt auch Ihr Solidarität für unsere Tierheime und setzt bei Facebook und Twitter ein Herz in euer Profilbild: twibbon.com/Support/tierheime-helfen

Wir fordern

Wir fordern die Kommunen auf, die Kosten für den erteilten Arbeitsauftrag zur Unterbringung von Fundtieren vollständig zu bezahlen. Dies wäre auch bei jedem anderen Dienstleistungsunternehmen, das im Auftrag der Gemeinde arbeitet, eine Selbstverständlichkeit.

Hinzu kommen Probleme sanierungsbedürftiger und energetisch ungünstiger  Bausubstanzen, veraltete Heizungsanlagen und Tierunterkünfte, die schon allein wegen ihrer Größe nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine artgerechte Haltung entsprechen.

In Deutschland fließen jährlich rund 300 Millionen Euro Hundesteuer in die Gemeindekassen. Warum sollte nicht wenigstens ein Teil dieses Geldes auch wirklich wieder den Tieren zugute kommen? Wir fordern einen deutschlandweiten Investitionstopf von 50 Millionen Euro für die Instandsetzung unserer Tierheime.

Wie helfen wir Tierheimen?

Nicht erst seit dem Start der Kampagne „Rettet die Tierheime!“ vor sechs Jahren macht der Deutsche Tierschutzbund auf die finanzielle Notlage der Tierheime aufmerksam und setzt sich bei den Kommunen dafür ein, dass sie die durch Tierheime übernommenen Pflicht-Aufgaben, wie die Aufnahme von Fundtieren, kostendeckend erstatten.

Zudem setzen wir uns für eine Änderung der Gesetzgebung ein, denn sie belastet zusätzlich - z. B. durch die Hundeverordnungen der Länder. Durch den Feuerwehrfond versucht der Dachverband, die zurückgehenden Spenden und Sponsoring in den Tierheimen aufzufangen, damit für den Notfall auf Gelder zurückgegriffen werden kann. Auch durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen wir auf die Notlage der Tierheime aufmerksam.