Stoppt Tiertransporte

Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Dabei werden sie vielfach tagelang durch Europa und weiter gekarrt. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden gesetzlichen Vorgaben. Ruhe- oder Melkzeiten werden während der Tiertransporte meist unzureichend oder überhaupt nicht eingehalten. Oftmals sind die Tiere gar nicht transportfähig, leiden unter Verletzungen, Lahmheiten oder sind sogar tragend. Kommen die Tiere nach Stunden oder Tagen am Zielort an, sind sie meist völlig entkräftet. Viele brechen vor Erschöpfung zusammen.

Wir setzen uns dafür ein, Langzeittransporte EU-weit zu minimieren, die Überarbeitung der Tierschutz-Transportverordnung einzufordern und langfristig darauf hinzuwirken, dass der Transport von landwirtschaftlich genutzten Zuchttieren und Schlachttieren durch die Beförderung von Fleisch und Reproduktionsmaterial ersetzt wird.

Danke für Ihre Unterstützung!

Seit Jahren kämpfen wir gemeinsam mit unserer europäischen Dachorganisation Eurogroup for Animals dafür, Langzeittransporte EU-weit zu minimieren und die Tierschutz-Transportverordnung zu überarbeiten. Für unsere gemeinsame Kampagne #StopTheTrucks konnten Sie online Ihre Stimme abgeben. Danke an alle unsere Unterstützer für die mehr als 69.000 Stimmen!

Übergabe von 1 Million Unterschriften

Ben Weyts (4. v. links) und Mitglieder der Eurogroup for Animals übergeben die Unterschriften an Vytenis Andriukaitis (3. v. links). © François de Ribaucourt

© François de Ribaucourt

© François de Ribaucourt

Mehr als eine Million Europäer haben ihre Stimme für ein Ende von Tierleid bei Lebendtiertransporten abgegeben und so ein deutliches Zeichen für mehr Tierschutz gesetzt. Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, nahm die Unterschriften am 21. September 2017 von Flanderns Tierschutzminister Ben Weyts und Vertretern unserer europäischen Dachorganisation Eurogroup for Animals entgegen.

Er versprach, die Zustände bei Lebendtiertransporten höher auf die Agenda zu setzen. So soll eine neu eingesetzte Untergruppe der EU-Tierschutzplattform das derzeitige System sowie die Regeln für den Langstrecken-Tiertransport überarbeiten und eine langfristige Strategie zum Ersatz der Transporte erarbeiten.

Was wir tun

Seit Jahren kämpfen wir gemeinsam mit unserer europäischen Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, für das Aus sinnloser und tierquälerischer Transporte lebender Tiere. Wir decken Missstände auf und informieren Bürger darüber. Gemeinsam mit dem Wiener Tierschutzverein und der Eurogroup for Animals haben wir den 1. Juli zum europaweiten Aktionstag gegen Tiertodestransporte erklärt.

Film: LKW-Aktion gegen Tiertransporte

Unterstützung im Kampf gegen Tiertransporte: Mit unserem Kampagnen-Motiv „Mein Weg in den Tod ist die Hölle" fahren LKWs quer durch Deutschland, um auf das millionenfache Leid aufmerksam zu machen. Der Video-Podcast zeigt das „Making-of" und die ersten Fahrten der LKWs auf den Autobahnen.