Illegaler Welpenhandel

In Kleinanzeigen und im Internet werden viele Hundewelpen angeboten, die aus Hundefabriken aus dem Ausland stammen. Händler werben damit, eine große Auswahl verschiedener Rassen anbieten zu können. Das Leid dieser Welpen ist immens. Viele jungen Hunde sind krank und von langen Transporten geschwächt. Meist werden sie ohne die lebenswichtigen Impfungen abgegeben, häufig fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland die Begleitpapiere.

Zwei Hundewelpen in einem Kofferraum.
Illegaler Welpenverkauf aus dem Kofferraum.

Unzählige Welpen wurden zudem viel zu früh vom Muttertier getrennt, so dass die für Hunde sehr wichtige Sozialisierung nicht stattfinden konnte. Nach heutigem Kenntnisstand sollten junge Hunde während der Prägephase, zwischen der der achten und zwölften Lebenswoche, an ihre zukünftigen Hundehalter übergeben werden. Die Tiere sollten daher nicht früher abgegeben werden - aber auch auf keinen Fall später. Das Mindestalter für den Import von Welpen heraufzusetzen, wäre daher keine tierschutzgerechte Lösung. Dies haben wir auch den Tierschutzsprechern der Bundestagsfraktionen erläutert und sie zugleich zum Handeln aufgefordert. 

Was ist zu tun?

Das Leid der Hundewelpen kann nur durch strikte Grenzkontrollen, konsequentes Durchgreifen in den Ländern vor Ort und harte Strafen für die Verantwortlichen beendet werden. Für die personellen und sachlichen Rahmenbedingungen muss die Politik umgehend sorgen - sowohl national als auch auf europäischer Ebene. Seit Jahren appellieren wir zudem an die Bundesregierung, ein Heimtiergesetz zu erlassen. Dieses müsse unter anderem die Zucht, den Handel, sowie eine generelle Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung von Tieren beinhalten.

Hundefreunde aufgepasst

Wir warnen Tierfreunde dringend davor, Hundewelpen und andere Tiere "anonym" von Straßenhändlern zu kaufen. Fallen Sie auch nicht auf Lockangebote in Kleinanzeigen oder im Internet herein. Jedem muss klar sein, dass er den tierschutzwidrigen Handel unterstützt, sobald er einem dubiosen Händler oder Züchter ein Tier abkauft. Wer einen Hundehandel beobachtet, der ihm auffällig erscheint, sollte umgehend die Polizei, den örtlichen Tierschutzverein oder die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes informieren.

Jeder, der sich für ein Tier als Familienmitglied interessiert, sollte sich zuerst im örtlichen Tierheim beraten lassen. Hier warten viele Tiere auf ein neues Zuhause. Tierheime in Ihrer Nähe finden Sie über die Suche rechts.