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WalfangWie einige Länder rechtliche Schlupflöcher ausnutzen |
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Die Jagd auf Wale wird mit Explosiv-Harpunen durchgeführt. Ein Sprengkörper wird in den Körper der Wale geschossen, der im Körper der Tiere explodiert und das Tier innerlich zerreißt. Weniger als die Hälfte der Wale kommt jedoch unmittelbar beim ersten Schuss ums Leben, da ein genaues Zielen von den Schiffen auf hoher See nicht möglich ist. Der Todeskampf der Meerestiere kann sich so über eine Stunde hinziehen. Wale sind Säugetiere und verfügen über ein hoch entwickeltes Nervensystem ähnlich dem des Menschen. Einem Beschluss der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) zufolge gilt seit 1986 für den kommerziellen Fang von Großwalen ein Fangverbot. Einige Länder nutzen jedoch bis heute die bestehenden rechtlichen Lücken des Moratoriums, um weiter Jagd auf Wale machen zu können.
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Norwegen nutzt eine Einspruchsklausel Norwegen hat gegen dieses Moratorium seinerzeit fristgerecht Einspruch eingelegt und kann deswegen - zumindest rein juristisch gesehen - nicht dazu gezwungen werden, sich an das Verbot zu halten. Seit Mitte der 1990er Jahre macht Norwegen auf der Grundlage selbst gesetzter Quoten Jagd auf Zwergwale. Waren es 1993 noch etwa 300 Tiere, so lag die Quote 2010 und 2011 sogar bei 1.286 Zwergwalen jährlich.
Die Anhebung der Quoten steht in krassem Widerspruch zu den tatsächlichen Fangzahlen. 2009 wurden 484 Tiere angelandet, während 2010 insgesamt 468 Wale gefangen wurden. Ein Trend, der durch immer weniger Abnehmer von Walprodukten und die sinkende Zahl von Walfangschiffen begründet ist. Dennoch hält die Regierung geradezu trotzig an den überhöhten Zahlen fest, wohl aus politischen Gründen.
Norwegen begründet seine Jagd auf Zwergwale damit, die Verluste für die heimische Fischerei durch den Appetit der Wale zu verringern. Die eigentlichen, wissenschaftlich belegten Ursachen der weltweit zurückgehenden Fischbestände wie die globale Überfischung und Meeresverschmutzung lässt das Land unerwähnt.
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Japan deklariert die Waltötungen als „wissenschaftlichen“ Fang Obwohl Japan als IWC-Mitgliedsland an das Moratorium gebunden wäre, nahm es nach dessen Einführung den Walfang zu „Forschungszwecken" wieder auf und nutzte damit ein Schlupfloch in den Verträgen der Walfangkommission. Insgesamt hat Japan bereits mehr als 10.000 Großwale getötet, darunter Finn-, Sei-, Minke-, Bryde- und Pottwale. Der eigentliche Zweck dürfte jedoch der Verkauf des Walfleisches als teure Delikatesse sein.
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Island nimmt kommerziellen Walfang wieder aufIsland beendete den kommerziellen Walfang offiziell im Jahr 1986 und stimmte dem Moratorium insofern zu, dass es - anders als Norwegen und auch Japan - keinen Einspruch dagegen erhob. Seit 2002 ist Island erneut offizielles Mitglied der IWC und betrieb ab 2003 „wissenschaftlich" begründeten Walfang. Den kommerziellen Walfang nahm Island im Jahr 2006 wieder auf.
Anfang 2009 legte der scheidende isländische Fischereiminister skandalös hohe Walfangquoten für die kommenden fünf Jahre fest: Zwischen 2009 und 2013 sollen pro Jahr 150 der stark gefährdeten Finn- und 100 Nördliche Zwergwale getötet werden. Island hat 2009 in der Walfangsaison 125 Finnwale und 81 Zwergwale getötet, 2010 wurden 148 Finn- sowie 60 Zwergwale erlegt. Da die festgelegten Quoten nicht erreicht wurden, können die restlichen Tiere auf die nächsten Jahre verteilt werden. Der Export von Walfleisch und -produkten betrug 2010 mehr als 800 Tonnen.
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