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Zucht von Versuchsaffen verhindert

Senat gegen Tierversuche

 
 


Wildfang in Mauritius. © M. Karremann

Ein weiterer Erfolg im Kampf gegen die Affen-Zucht für Tierversuche auf Puerto Rico: Der Senat von Puerto Rico hat am 11. Oktober 2010 eine Resolution verabschiedet, die sich gegen Versuche und Zucht von Affen ausspricht. Vorangegangen war eine Entscheidung der Stadt Guayama, Versuche und Zucht von Affen auf deren Gebiet nicht zu erlauben. Auf dem Gebiet von Guayama wollte die Firma Bioculture Ltd. eine Farm bauen, um dort Affen von Mauritius für Tierversuche zu züchten.
 
Das Kammergericht in Guayama hatte diese Pläne am 30. Dezember 2009 gestoppt. Anwohner hatten gegen den Bau eines Zuchtzentrums geklagt und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von Tierschutzorganisationen. Bioculture mit Hauptsitz Mauritius ist dem Deutschen Tierschutzbund bekannt. 2006 enthüllten wir den grausamen Fang von Affen aus der mauritanischen Wildnis, die dann selbst oder deren Nachkommen in die Labors rund um Welt transportiert werden. Wir stellten unser Bild- und Filmmaterial für den Prozess zur Verfügung.
 
Das Gericht begründete seine Entscheidung mit Unstimmigkeiten im Genehmigungsverfahren. Untersuchungen des Senats ergaben zudem, dass die Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt unzureichend berücksichtigt wurden.
  
Affen wird nicht nur in den Versuchen erhebliches Leid zugefügt, sondern bereits die Beschaffung der Tiere stellt aus Tierschutzsicht ein großes Problem dar. 70 Prozent der in der EU verwendeten Affen werden aus Drittländern, wie China, Vietnam, Mauritius oder Indonesien importiert. Dort werden sie aus der Wildnis gefangen, unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und vermehrt. Erhebliches zusätzliches Leid und hohe Verlustraten werden in Kauf genommen. 
 
  Mehr zu diesem Thema:
Versuchsaffen-Zucht auf Mauritius
Tierversuche
 
Downloads
Der lange Weg der Affen aus Mauritius (erschienen in du und das tier 5/06 - PDF)
 
 

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