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Verbrauchertipp: Nerzwimpern

 
 


Natürliche Wimpern ohne Verlängerung auf Kosten der Tiere.
© Cfalk/pixelio

Ein neuer Trend für die Wimpernverlängerung oder -verdichtung ist die Verwendung von Wimpernhärchen aus echtem Nerzhaar. Angeblich ist die Qualität im Vergleich zu synthetisch hergestellten Härchen viel besser, die Haare brechen weniger leicht und sind weicher. Nerzwimpern werden auch Seidenwimpern oder Silk Lashes genannt.
 
Angeblich wird das Nerzhaar dadurch gewonnen, dass Nerzen das Fell gebürstet wird. Aufgrund der Erfahrungen des Deutschen Tierschutzbundes zur Pelztierhaltung und des zum Teil aggressiven Verhaltens undomestizierter Nerze (Beissen) ist eher zu vermuten, dass die Tiere getötet werden und dann das Fell weiterverwertet wird.
 
Echte Nerzhaare zur Verdichtung oder Verlängerung von menschlichen Wimpern aus rein kosmetischen Gründen zu verwenden, ist daher aus Tierschutzsicht abzulehnen. Unabhängig davon, ob die Haare durch Kämmen lebender Tiere oder durch das Fellabziehen von toten Tieren gewonnen werden, ist die Gewinnung der Haare tierschutzrelevant. Nerze werden in kommerziellen Nerzfarmen nicht artgerecht gehalten, sondern vorwiegend in zu kleinen Drahtkäfigen, die den Tieren in der Regel keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Hinzu kommt eine mangelhafte Fütterung und problematische Tötungsmethoden.
 
Die Nerzwimpern stammen überwiegend aus China und Südkorea. Da es dort noch keine umfassenden Tierschutzgesetzgebungen gibt, ist davon auszugehen, dass die Haltung der Tiere noch schlechter ist, als in Ländern mit entsprechender Gesetzgebung - die jedoch auch nicht ausreichend ist. Aus diesem Grund empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund den Verbrauchern, Wimpern aus synthetischen Haaren zu verwenden.
 
  Mehr zu diesem Thema:
Pelz ist peinlich
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