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Tierversuche für die US-Armee |
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Die US-Armee versucht weiterhin hartnäckig, Tierversuche im Rahmen der Sanitätsausbildung ihrer Soldaten genehmigt zu bekommen. Hierbei sollen die Soldaten an Schweinen üben, wie Gefechtsverletzungen versorgt werden. Die Tiere sollen vorab betäubt und nach Abschluss der Versuche getötet werden.
Entsprechende Anträge für Versuche auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr/Bayern und auch in Thüringen sind gescheitert. Dagegen hat das Unternehmen, das die Kurse für die US-Armee durchführt, im Sommer 2011 beim Verwaltungsgericht Gera Klage eingereicht. Um sich noch schneller eine Genehmigung zu erstreiten, folgte in Herbst 2011 eine weitere Klage des Unternehmens per Eilantrag. Verhandlungstermine sind noch nicht bekannt.
Wir sind entsetzt über diese Uneinsichtigkeit und zählen nun darauf, dass auch das Gericht die Entscheidung der thüringischen Behörde bestätigt und die geplanten Versuche als ethisch nicht vertretbar und nicht mit dem deutschen Tierschutzgesetz vereinbar einstuft. |
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Protest geht weiterBereits nach Bekanntwerden der ersten Pläne äußerten wir unseren Protest und forderten, diese grausamen und unnötigen Experimente keinesfalls zu genehmigen. Den ersten Antrag zog das damals von der US-Armee beauftragte Privatunternehmen zurück. Als die US-Armee dennoch ankündigte, die Versuche noch im selben Jahr durchführen zu wollen, appellierten wir an den amerikanischen Botschafter, von einer Fortführung dieses Versuchsvorhabens abzusehen.
Mit erneuten Anträgen über eine bayerische Firma sowie in einem eigenen Antrag versuchte die US-Armee, doch noch eine Genehmigung für die Tierversuche auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr zu bekommen. Die Regierung der Oberpfalz lehnte jedoch in Folge beide Anträge nach eingehender Prüfung als ethisch nicht vertretbar ab. Ein Antrag in Thüringen scheiterte ebenfalls.
Es ist zu befürchten, dass die US-Armee mit weiteren Anträgen testet, ob andere Bundesländer niedrigere moralische Standards ansetzen. Deshalb haben wir 2010 an alle zuständigen Minister der Länder mit einem Schreiben appelliert, entsprechende Anträge nicht zu genehmigen und wurden durch zahlreiche Antwortschreiben in unserem Anliegen bestätigt. Auch den amerikanischen Botschafter haben wir erneut aufgefordert, einzuschreiten. Bedauerlicherweise haben wir bisher keine Antwort von ihm erhalten.
Wir kritisieren darum weiterhin, dass die deutschen Gesetze und die Kritik der Bevölkerung von der US-Armee missachtet werden. Scheinbar will diese eine Genehmigung für ihre grausamen Versuchsvorhaben trotz Ablehnung per Gericht erzwingen. Wir werden die weiteren Schritte verfolgen und unseren Protest gegen die Tierversuchs-Pläne fortsetzen.
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Medizinischer HintergrundAus medizinischer Sicht sind derartige Experimente völlig unnötig. Auch der Sanitätsdienst der deutschen Bundeswehr erklärte gegenüber dem Deutschen Tierschutzbund, dass zu Ausbildungszwecken in den eigenen Einrichtungen keine Tierversuche stattfinden. Es gibt bereits eine Reihe von Alternativmethoden, um rettungsmedizinische Fähigkeiten tierversuchsfrei zu erlernen. Die geplanten Versuche sind ein klarer Verstoß gegen das deutsche Tierschutzgesetz.
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