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Tierschutzaktionsplan 2006-2010 |
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Am 13. Januar 2006 hat die EU-Kommission den ersten Tierschutzaktionsplan 2006-2010 vorgelegt, der tierschutzrelevante Maßnahmen der verschiedenen EU-Kommissariate bündelt. Dazu gehören Vorbereitungen für ergänzende Projekte:
TierschutzforschungDie Forschung über Tierschutzthemen soll gefördert werden. Dazu ist ein Europäisches Zentrum für Tierschutz geplant, als Schnittstelle für Koordination, Sammlung und Austausch von Informationen über Forschung und Initiativen im Bereich Tierschutz. In Bezug auf die Tierversuchsproblematik soll der Schwerpunkt darauf gerichtet sein, die weitere Entwicklung von Alternativmethoden verstärkt zu fördern, die dem drei R-Prinzip genügen (replacement, reduction and refinement = Ersatz von Tierversuchen sowie Verminderung der Tierzahl und des Tierleids im Tierversuch). Zudem will man den Prozess der Validierung der neuen Methoden, das heißt der Bewertung ihrer Zuverlässigkeit, beschleunigen und verbessern.
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InformationsforumZur Förderung des Tierschutzes in landwirtschaftlichen Haltungen plant die Kommission Tierhalter und Verbraucher stärker einzubinden. Über ein Informationsforum für Tierschutzfragen sollen Schulungsmaßnahmen für Tierhalter bzw. Tierbetreuer gefördert sowie Verbraucher über die verschiedenen Haltungssysteme und deren Kosten aufgeklärt werden. In der Diskussion sind außerdem ein Tierschutz-Etikett, an dem Verbraucher erkennen, welche Erzeugnisse lediglich gesetzliche Mindeststandards bzw. Mindestnormen erfüllen und wo zusätzliche Tierschutzanforderungen eingehalten werden.
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Tierschutz internationalNicht zuletzt soll das Tierschutzniveau auf internationaler Ebene angehoben werden, um die EU-Standards im internationalen Wettbewerb zu sichern. Dabei setzt man weiterhin auf die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen (Europarat, Internationales Tierseuchenamt). Gleichzeitig will die EU-Kommission auf Ebene des Welthandelsorganisation eine höhere Akzeptanz von Tierschutzfragen erreicht werden. Laut Tierschutzaktionsplan will sich die EU dafür einsetzen, dass Tierschutzmaßnahmen auch in Entwicklungsländern umgesetzt werden. So sollen Europäische Tierschutzstandards beispielsweise in bilateralen Handelsvereinbarungen integriert werden.
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