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Steigende Zahl von Schweinetransporten |
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Laut den im März 2010 veröffentlichten Zahlen der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hat der Export von lebenden Schweinen in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Demnach wird jedes 15. Schwein aus Deutschland lebend exportiert. 2009 steigerte sich die Ausfuhr im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent - insgesamt 3,5 Millionen Schweine. Ziele sind vor allem die osteuropäischen Länder: Polen, Kroatien, die Ukraine oder Russland. Die Bundesregierung begrüßt die zunehmenden Exporte von Tieren in diese Drittländer. Der Deutsche Tierschutzbund hingegen kritisiert den massenhaften Lebendtiertransport grundsätzlich.
Die Vorschriften für Tiertransporte sind schon innerhalb der EU ungenügend. Außerhalb der Grenzen sind die Tiere nicht einmal durch diese minimalen Tierschutzbestimmungen geschützt. Die Tiere sind oft tagelang unterwegs, haben viel zu wenig Platz. Ein Schwein von 100 kg hat nur etwa eine Fläche von 0,5 m² zur Verfügung. Schweine dürfen sogar 24 Stunden am Stück transportiert werden, bis die Fahrer eine Pause machen und die Schweine abladen müssen. Problematisch sind auch die Temperaturgrenzen, die zwischen Null und 35° C betragen dürfen. Während des Transportes ist die Versorgung der Schweine mit Wasser oft nicht gewährleistet.
Die EU hat zwar die Probleme der Langstreckentransporte erkannt, wann das bestehende Gesetz überarbeitet wird, ist jedoch völlig offen. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist es unverständlich, warum die ISN auf den Export lebender Tiere setzt, obwohl es keine vernünftigen Gründe gibt, Tiere solchen Strapazen auszusetzen.
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