Startseite « Themen « Tiere in der Landwirtschaft « Schweine  
Logo: Deutscher Tierschutzbund e.V. Schriftzug: Deutscher Tierschutzbund e.V.
SpendenSitemapFAQ
Startseite
Aktuelles und Presse
Aktiv werden
Themen
Heimtiere
Tiere in der Landwirtschaft
Wildtiere
Tierversuche
Tier und Recht
Europa
Tierschutz im Ausland
Jugendtierschutz
Kampagnen und Aktionen
Publikationen
Wir über uns
Kontakt

Akademie für Tierschutz
Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld
Jugendportal
Kinderportal
Deutsches Haustierregister

   Newsletter

 
 
 

Themen

Schweinemastanlage in Haßleben

 
 

Seit 2004 planen Investoren im Norden der brandenburgischen Gemeinde Haßleben, Landkreis Uckermark, die Wiederinbetriebnahme einer im Jahr 1991 stillgelegten Schweinezucht- und Mastanlage mit einer Kapazität von mehr als 67.000 Schweinen. Das Genehmigungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme läuft.
 
 

Hintergrund



Sauen in Kastenständen

2005 reichte der Investor, die holländische Gennip GmbH, seinen ursprünglichen Plan, der die Haltung von sogar 85.000 Schweine vorsah, bei dem zuständigen Landesamt ein. Seitdem formierte sich ein massiver Widerstand gegen diese tierquälerische- umweltschädigende gigantische Großanlage.
 
Im Frühling 2008 entschied das Landesumweltamt die geplante Anlage nicht zu bewilligen. Als Ablehnungsgründe wurden ausschließlich Gründe des Umweltschutzes angeführt. Tierschutzaspekte blieben leider unberücksichtigt. Im Juni 2008 reichte der niederländische Investor einen geänderten Antrag mit verringerter Tierzahl beim Landesumweltamt ein.
 
Leider ändert auch der gegenwärtige Antrag nichts aus der aus Tierschutzsicht abzulehnenden Haltung. Die Zuchtsauen sollen in Haßleben größtenteils einzeln in Kastenständen gehalten werden. Die Haltung der Mastschweine ist in Buchten mit Vollspaltenboden geplant. Im gesamten Tierbereich ist eine Beleuchtung über Kunstlicht mit der Stärke von 50 Lux vorgesehen – das entspricht Dämmerlicht.
 
 

Gutachten contra Investor-Antrag

Zwischen Sommer 2005 und Winter 2007 hat der Deutsche Tierschutzbund mehrere Einwendungen gegen die industrielle Schweinemast- und Zuchtanlage Haßleben eingereicht, die auf wissenschaftlichen und juristischen Gutachten basierten. Die Zusammenfassung des Gutachtens „Zur Tiergerechtheit der intensiven Schweinehaltung", das vom Lehrstuhl für Landwirtschaft der Fachhochschule Eberswalde für den Deutschen Tierschutzbund erstellt wurde, ist unten abrufbar. Im Herbst 2006 wurde es zusammen mit einer rechtlichen Bewertung beim Landesumweltamt Brandenburg eingereicht.
 
Für dieses Fachgutachten hatten die Wissenschaftler Daten über Verletzungen von Schweinen in hoch industrialisierten Haltungen nach Häufigkeit und Schwere ausgewertet und mit den Daten aus tiergerechten Ställen verglichen. Es zeigte sich, dass bei Schweinen aus der Massentierhaltung schmerzhafte Verletzungen und Krankheiten gehäuft auftreten. Bis zu 75 Prozent der Schweine leiden an Gelenkserkrankungen und 68 Prozent können wegen Sohlenverletzungen nur eingeschränkt laufen. Hinzu kommen Bissverletzungen und Hautinfektionen.

Verursacht werden diese Erkrankungen durch das Einpferchen der Schweine in zu kleine Betonställe auf Spaltenböden ohne Stroh. Die Sterblichkeit liegt dort bis zu sechsmal höher als in Ställen mit viel Stroh und Freiraum. Die geplante Anlage verstößt gegen Paragraph 2 des Tierschutzgesetzes, die eine verhaltensgerechte Unterbringung von Tieren vorschreibt.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Schweine
Schweinemastanlage in Allstedt
 
Pressemeldungen
Wer die Haßlebener Schweinemastanlage genehmigt, genehmigt Tierqual und Umweltzerstörung (04.03.11)
Morgen im Bundestag: Baurecht gegen Agrarfabriken (23.02.11)
Nein zu gigantischer Schweinemastanlage in Haßleben! (09.06.10)
Industrielle Schweinehaltung verstößt gegen Tierschutzgesetz  (27.09.06)
Gemeinsam gegen massenhafte Tierqual (12.04.06)
Vom Fressen und gefressen werden (07.04.06)
Massentierhaltung ist Schweinerei (17.03.06)
Schluss mit der Schweinequal (10.03.06)
Freiheit für die Schweine (24.02.06)
 
Downloads
Schreiben an das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (27.05.2011, PDF)
Studie "Zur Tiergerechtheit der intensiven Schweinehaltung" und die rechtliche Bewertung (2006, PDF)
Nein zur Tierfabrik Haßleben! (du und das tier 4/2005, PDF)
Tierfabriken sind tierschutzwidrig und belasten Mensch und Umwelt (Resolution 2004, PDF)
Agrarfabrik statt Agrarwende (Pressemitteilung Allianz für Tiere, 18.05.2005, PDF)
Schreiben an den brandenburgischen Ministerpräsidenten (17.05.2005, PDF)
Antwortschreiben des brandenburgischen Ministeriums (13.06.2005, PDF)
Schreiben an den brandenburgischen Ministerpräsidenten (24.06.2005, PDF)
Antwortschreiben des brandenburgischen Ministeriums (25.07.2005, PDF)
 
 

Weitere Themen
 
(Kopie 1)
 
 
Unverwechselbar
Melden Sie Ihr Haustier beim Deutschen Haustierregister.
Unverwechselbar
 
(Kopie 1)
 
 
Legehennen
In den engen Käfigen können sich die Hennen kaum bewegen.
Legehennen
 
(Kopie 2)
 
 
Exoten
Privat lassen sich Echsen und Co nicht artgerecht halten.
Exoten
 
(Kopie 3)
 
 
Die Tierschutzklage
Wie können Tiere zu ihrem Recht kommen?
Die Tierschutzklage
 
(Kopie 4)
 
 
Schweine
Millionen vegetieren in engen, dunklen Ställen.
 
 
Schweine
 


 
Datenschutz | Impressum | Kontakt | Hilfe Druckversion
© 2012 Deutscher Tierschutzbund e.V.