Mitarbeit in Gremien

Tierschutz im Blickpunkt

Wissenschaftliche Fakten und ihre Interpretation sind nie wertfrei. Unsere Aufgabe muss es sein, alle Erkenntnisse, die für einen begründeten Schutz der Tiere verwertbar sind, zusammenzustellen und in der Fachdiskussion zu vertreten. Die Erfahrung zeigt, dass oft schon die Anwesenheit eines Tierschutzvertreters dazu führt, dass tierschutzrelevante Fakten mehr Beachtung finden.

Bundestierschutzkommission

Der Deutsche Tierschutzbund ist in vielen verschiedenen Gremien in Bund und Ländern, aber auch auf europäischer Ebene vertreten. Durch unsere Mitwirkung in der Tierschutzkommission beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft haben wir die Möglichkeit, bereits im Vorfeld zu allen tierschutzrelevanten Entwürfen des Bundesministeriums Stellung zu nehmen sowie aktuelle Themen und Vorfälle auf höchster Ebene zur Sprache zu bringen.

Tierschutzbeiräte

Über unsere Landesverbände sind wir in den Tierschutzbeiräten der meisten Bundesländer vertreten. Dadurch kann unter anderem auf Entscheidungen des Bundesrates eingewirkt werden, und es ist möglich, richtungsweisende Erlasse auf Länderebene voranzutreiben. Im niedersächsischen Tierschutzbeirat besitzt der Deutsche Tierschutzbund aufgrund eines Kabinettsbeschlusses der dortigen Landesregierung einen festen Sitz, durch den bereits zahlreiche Tierschutzinitiativen von bundesweiter Bedeutung in Gang gesetzt werden konnten.

set

In der Stiftung zur Förderung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set) führt der Deutsche Tierschutzbund den Vorsitz. In Stiftungsrat, Beirat und Kuratorium sind jeweils Vertreter aus Tierschutz, Wissenschaft, Industrie und Politik vertreten. Hier können wir die Vorstellungen des Deutschen Tierschutzbundes entscheidend einbringen, um gemeinsame Interessen zu entwickeln und voranzutreiben. Eine wesentliche Aufgabe von set besteht darin, die Kommunikation zwischen Wissenschaft, Industrie und Behörden zu fördern. Set finanziert unter anderem Studien, die als Entscheidungsgrundlage für die Streichung von Tierversuchen dienen sollen.

ZEBET

Die Arbeit der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin wird von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Den Vorsitz in dieser Kommission bekleidet der Deutsche Tierschutzbund. ZEBET hat die Aufgabe, Ersatz-und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen zu dokumentieren, ihre Einsatzmöglichkeiten für die Praxis zu bewerten und für deren Anerkennung zu sorgen.

ALTEX und ATLA

Um den Tierschutzgedanken in der wissenschaftlichen Fachwelt zu verbreiten, arbeiten wir im Redaktionsbeirat der englischsprachigen Fachzeitschriften ALTEX (Alternativen zu Tierexperimenten) und ATLA (Alternatives to Laboratory Animals) mit und unterstützen die Herausgabe dieser Zeitschriften auch finanziell.