Patentreffen in Weidefeld

Die Hunde Nikki (links) und Uzo warten auf die Paten.
Die Hunde Nikki (links) und Uzo warten auf die Paten.

Das diesjährige Patentreffen in unserem Tierschutzzentrum in Weidefeld an der Ostsee fand am 18.07.2015 statt. 43 Paten und deren Angehörige, insgesamt circa 90 Besucherinnen und Besucher, fanden sich an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein ein, um sich nach dem Wohlergehen "Ihrer" Patentiere zu erkunden.

Der Tag begann um 13 Uhr fast schon traditionell mit der Begrüßungsrede von Wolfgang Apel, dem Ehrenpräsidenten des Deutschen Tierschutzbundes. Ein Novum in diesem Jahr war der anschließende Vortrag zum Thema "Tierversuche - aus der Sicht des Tierschutzes" von Dr. Irmela Ruhdel von unserer Akademie für Tierschutz in München. Von nun an möchten wir den Paten jedes Jahr einen informativen Vortrag zu einem Thema rund um den Tierschutz anbieten. Schließlich gab Zentrumsleiterin Dr. Katrin Umlauf noch einen Rückblick auf die Geschehnisse der letzten 12 Monate im Tierschutzzentrum. Bei dem Vortrag informierte Frau Dr. Umlauf die Paten auch - in Anwesenheit des Architekten Jürgen Köster - über das geplante Reptilienhaus; der Spatenstich hierfür soll noch im Herbst dieses Jahres stattfinden.

In Weidefeld sollen zukünftig Exoten aufgenommen werden, die keinen Platz in einem anderen Tierheim oder einer Auffangstation finden oder nicht vermittelt werden können. Die Abgabe von Reptilien stellt unsere Tierheime vor große Probleme, denn die Mehrheit ist mit der Unterbringung von exotischen Tieren überfordert. Es stehen in der Regel weder geeignete Räumlichkeiten noch die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung, um Reptilien aufzunehmen. Außerdem sind die Vermittlungschancen von abgegebenen Reptilien je nach Tierart sehr gering. Mit dem neuen Reptilienhaus wollen wir für solche Tiere ein neues Zuhause schaffen.

Neuzugang Wildschwein Miss Marple frisst den Paten buchstäblich aus der Hand.
Neuzugang Miss Marple frisst den Paten buchstäblich aus der Hand.

Heute beherbergt das Zentrum bereits neben der Seevogelrettungsstation ein Hühnerhaus, ein Papageienhaus, eine Großtierstation mit Schafen, Ziegen, Schweinen und Pferden, das Lissi Lüdemann-Haus zur Resozialisation Not leidender und hilfebedürftiger Hunde, eine Auffangstation für Wildtierkinder, die Igelstation, ein Affenhaus und die Greifvogelstation.Seit 2006 wurden hier insgesamt circa 3000 Wildtiere und 800 Haustiere aufgenommen.

Die Paten hatten bei bestem Sommerwetter die Gelegenheit, sich alle Einrichtungen auf dem Gelände anzuschauen und ihre Patentiere zu besuchen. Frau Dr. Umlauf und Herr Apel gaben an jeder Station ausführliche Informationen zu den Tieren und beantwortete gern bereitwillig jede Frage. An nahezu jeder Station konnten die Tiere von ihren Paten gefüttert werden. Besonders die Schweine rund um Neuzugang Wildschwein Miss Marple ließen sich das nicht zweimal sagen und kamen den Besuchern neugierig entgegen. Aber auch die Schafe und Ziegen standen ihnen in nichts nach. Ein Besucher-Highlight war auch die Tarpanherde. Die Pferde ließen sich bereitwillig füttern und streicheln. Zudem wurde an diesem Tag das Freilaufgehege für die Waschbären eingeweiht, welches durch die Marion-Klein-Stiftung finanziert wurde - an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Frau Klein. Leider sind die zwei Waschbären Luca und Tobi allerdings noch zu dickköpfig, um das Außengehege gemeinsam zu nutzen.

Nach dem informativen Rundgang über das weitläufige Areal kehrten die Paten beindruckt zum Informationszentrum zurück, wo der Nachmittag in gemütlicher Runde bei Kaffee und veganem Kuchen ausklang. Hier hatten die Gäste noch einmal die Gelegenheit, sich mit Ehrenpräsident Wolfgang Apel, den Mitarbeitern des Deutschen Tierschutzbundes, den Tierpflegern und anderen Tierfreunden ausführlich auszutauschen, bevor sie den Tag mit einem Bad in der nahegelegenen Ostsee ausklingen ließen. Bis nächstes Jahr in Weidefeld!