Anholter Bärenwald

Neues Zuhause für Braunbärin Maya

Am 30. August 2012 hat eine Braunbärin aus Litauen im Anholter Bärenwald Zuflucht gefunden. "Maya", wie sie im Bärenwald neu getauft wurde, kam als Jungtier aus Russland nach Litauen und wurde dort von ihrem Besitzer über 15 Jahre in einem kleinen Käfig neben einem Restaurant gehalten. Nach bisher vorliegenden Informationen ist sie etwa 18 Jahre alt.

In Zusammenarbeit mit der niederländischen Bärenschutzorganisation Alertis sowie einer litauischen Tierrechtsorganisation (LGTAO) konnten die International Bear Federation und der Deutsche Tierschutzbund das Tier aus der katastrophalen Haltung retten und Übernahme und Transport nach Deutschland organisieren. Für ihre Eingewöhnung wird sie in Anholt zunächst in der Stallung zum Zwecke der Quarantäne untergebracht. Nach einer mehrere Wochen dauernden Eingewöhnungsphase in einem Vorgehege soll die Bärin dann schrittweise mit ihren Artgenossen vergesellschaftet werden.

Die glücklich verlaufene Ankunft in Anholt zeigt unser Video:

Video: Ankunft von Braunbärin Maya

Der Anholter Bärenwald

Das Bärenschutz-Projekt Anholter Bärenwald betreiben die IBF und der Deutsche Tierschutzbund seit dem Jahr 2000. Der Wald hat eine Fläche von 2,5 Hektar und liegt mitten im Biotopwildpark Anholter Schweiz. Derzeit leben dort vier Braun- und sechs Kragenbären. Das Projekt soll Lösungswege aufzeigen für die häufig schlechte Haltung von Bären in europäischen Zoos und Zirkussen. Staatliche Hilfen gibt es keine, die tierschützerische Arbeit wird allein aus Spenden finanziert.