Akademie für Tierschutz

Mitarbeiter/innen der Akademie für Tierschutz halten ein Banner hoch  mit der Aufschrift "Akademie für Tierschutz - 30 Jahre mit Herz und Verstand".

Die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes in Neubiberg bei München feiert am 18. Juli 2016 ihr 30-jähriges Bestehen. Seit 1986 ist die Akademie ein Ort, an dem die wissenschaftlichen Mitarbeiter aktuelle Tierschutzprobleme dokumentieren, bewerten und fachliche Lösungsansätze erarbeiten.

Zugleich ist die Akademie seit jeher Begegnungs- und Ausbildungsstätte für alle, die am Tierschutz interessiert sind, ein Ort an dem Experten für Arbeitsgespräche und Diskussionen zusammenkommen, aber auch Forschungsstätte mit einem eigenen Zellkulturlabor zur Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen. 

Das Jubiläum feiert der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit Gästen aus Politik, Landwirtschaft, Tierärzteschaft, Vertretern von Tierschutzvereinen, Partnern und Förderern. Im Rahmen der Feierlichkeiten verleiht der Verband auch erstmals den „TiBu“, einen Preis für Personen und Institutionen, die einen Beitrag zum Wertewandel in unserer Gesellschaft – hin zu einem Mehr an Tierschutz – leisten.

Kleine Anfänge – große Ziele: Tierschutz-Wissen in Reinkultur

Die Gründung der Akademie für Tierschutz wurde durch das Vermächtnis des Buchhändlers und Neubiberger Bürgers Adolf Hempel ermöglicht. Er hinterließ dem Deutschen Tierschutzbund Anfang der 1980er Jahre ein Wohnhaus auf einem großen Grundstück, das in den folgenden Jahren zur Akademie für Tierschutz umgebaut und kontinuierlich erweitert wurde.  

1986 konnte die Akademie mit zwei Mitarbeitern starten. Heute arbeiten über 40 Mitarbeiter für die Referate Alternativmethoden zu Tierversuchen, Artenschutz, Tiere in der Landwirtschaft, Heimtiere, Vegetarismus, in der Tierheimberatung oder der Rechtsabteilung. Sie arbeiten dabei eng mit den anderen Kollegen des Deutschen Tierschutzbundes zusammen, unterstützen die Tierschutzvereine und Tierheime und engagieren sich in vielen Fachgremien. 

Insbesondere auf dem Gebiet der Alternativmethodenforschung genießt die Akademie auch weltweit großes Ansehen. Im eigenen Zellkulturlabor werden in Zusammenarbeit mit Behörden, Industrie und Hochschulen tierversuchsfreie Methoden weiterentwickelt, um die Abschaffung von Tierversuchen zu beschleunigen.