Pressemeldung

68 Tierschutzlehrer bringen den Tierschutz in die Schulen Weiterbildung des Deutschen Tierschutzbundes startet zum 5. Mal

Die vom Deutschen Tierschutzbund angebotene Tierschutzlehrer-Weiterbildung findet guten Anklang. Bisher konnten insgesamt 68 Tierschutzlehrer aus dem gesamten Bundesgebiet ausgebildet werden. Diese können von Lehrerinnen und Lehrern für den praxisnahen Tierschutzunterricht in der Schule hinzugezogen werden. Ein Podcast, den der Verband heute auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht, gibt Einblicke in die Tierschutzlehrer-Weiterbildung, die im März zum fünften Mal startet.

Ziel der Ausbildung ist es, den Teilnehmern zum einen das Fachwissen und zum anderen das notwendige Werkzeug an die Hand zu geben, um kompetent Tierschutzunterricht mit Kindern betreiben zu können. Beim Thema Tierschutz, das bisher nicht in den Lehrplänen steht, können die Tierschutzlehrer Schulen unterstützen – etwa in AGs, bei Projektwochen oder einzelnen Unterrichtseinheiten. Den Kontakt stellt die Kinder- und Jugendtierschutzabteilung des Deutschen Tierschutzbunds her.

Tierschutz spielerisch erfahren

Hauptbestandteil des Tierschutzunterrichts ist die praktische Arbeit. Dazu zählt vor allem, dass die Kinder Dinge selbst ausprobieren können. Um die bedrängte Situation von Legehennen nachzuempfinden, stellen sich die Kinder zum Beispiel in ein auf dem Boden abgeklebtes, ein Quadratmeter großes Feld. Schnell wird ihnen dabei deutlich, wie bedrückend die Lebensumstände für Legehennen in der Kleingruppenkäfighaltung sind. Rollenspiele und das Hineinversetzen in das Erleben des Tieres helfen häufig dabei, das Verhalten der Tiere und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen. Die Kinder sollen im Rahmen des Unterrichts Empathie zu den verschiedenen Tierarten aufbauen und lernen, wie sie selbst Einfluss nehmen und Verbesserungen für die Tiere schaffen können. Dazu zählen etwa die artgerechte Haltung eigener Heimtiere, die Möglichkeiten Wildtiere zu schützen oder ein bewussterer Fleischkonsum.

Praxisnahe Ausbildung

Auch während der Tierschutzlehrer-Weiterbildung selbst steht die Praxis im Vordergrund. Die Teilnehmer lernen anhand von Beispielen, wie sie Tierschutz, darunter die Themen Heimtiere, Landwirtschaft, Tierversuche und Wildtiere, an Kinder verschiedener Altersstufen altersgerecht vermitteln können. Zur Ausbildung gehören neben Diskussionen in Kleingruppen und Beispielen aus der Jugendarbeit des Deutschen Tierschutzbundes und seiner Vereine auch anschauliche Exkursionen, etwa in Tierheime oder ein Versuchslabor für Alternativmethoden zum Tierversuch.

Die Tierschutzlehrer-Weiterbildung ist in fünf Wochenend-Module gegliedert, die von März bis Oktober an der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München stattfinden. Interessierte finden alle Informationen zur Ausbildung auf www.jugendtierschutz.de/tierschutzlehrer. Eine Anmeldung für 2017 ist voraussichtlich ab November 2016 möglich.