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Milchkühe |
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Deutschland ist der größte Milcherzeuger in der EU: Etwa 4,2 Millionen Milchkühe werden hier gehalten. In den letzten Jahren gingen die Anzahl der Milchkühe und der Milchviehbetriebe zurück, dafür wurde die Milchleistung der einzelnen Tiere durch züchterische Maßnahmen gesteigert. Gründe für diesen Prozess sind der harte Konkurrenzkampf des Einzelhandels und die niedrigen Milchpreise.
Die hohe Milchleistung der Kühe von bis zu 50 Litern Milch täglich bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Tiere. Euterentzündungen, Entgleisungen des Stoffwechsels und Störungen der Fruchtbarkeit sind Gründe, weshalb die Kühe bereits mit einem durchschnittlichen Alter von 4,7 Jahren geschlachtet werden.
Auch die Haltung der Milchkühe ist darauf ausgerichtet, möglichst viel Milch zu gewinnen. Immer seltener werden die Kühe auf der Weide gehalten. Stattdessen bleiben sie das ganze Jahr über im Stall, damit sie größere Mengen an Silage und Kraftfutter fressen und die für die Milchbildung erforderliche Energie aufnehmen. Auch wenn moderne Boxenlaufställe den Tieren die Möglichkeit geben herumzulaufen oder sich in Liegeboxen zu legen, ist dies keine tiergerechte Haltungsform. |
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AnbindehaltungMehr als ein Drittel der Milchkühe werden sogar noch in altmodischen Anbindeställen gehalten. Die Tiere stehen angebunden auf einer Stelle, sie können sich lediglich hinlegen und aufstehen, aber weder umdrehen noch herumlaufen. Oftmals bleiben die Kühe auch im Sommer im Stall, häufig besteht die Liegefläche nicht aus Stroh sondern aus Betonboden. Die Anbindehaltung findet man meist bei kleinen Betrieben in Süddeutschland, die nicht in tierfreundlichere Ställe investieren wollen oder können.
Derzeit bietet nur der Discounter Lidl mit der Eigenmarke "Ein gutes Stück Heimat" Milch und Milchprodukte an, die garantiert nicht aus der Anbindehaltung stammen. Diese Milchprodukte sind bisher leider nur in Bayern erhältlich.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert gesetzliche Regelungen zur Haltung von Milchkühen, eine stärkere finanzielle Unterstützung tierfreundlicher Haltungssysteme und eine bessere Bezahlung der Milchbauern. Nur so haben auch solche Betriebe, die den Kühen eine artgerechtes Leben ermöglichen, eine Wettbewerbschance.
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