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Die Klon-Technik

 
 


Bei Klontieren erinnern sich viele an Klonschaf Dolly. Diese Lämmer sind sich nur ähnlich. © Jürgen Plinz

Klonen ist die künstliche Erzeugung von Lebewesen mit identischem Erbgut. Heutzutage ist es sogar möglich, aus einer einzelnen Körperzelle die identische Kopie eines erwachsenen Säugetiers zu erschaffen. Die Körperzelle oder deren Zellkern mit den Erbinformationen wird dazu mit der entkernten - von den Erbinformationen befreiten - Eizelle eines „Spendertieres“ zu einem künstlichen Embryo verschmolzen. Dann wird sie in eine Leihmutter übertragen.  Es ist diese Klontechnik um die derzeit in der EU gestritten wird. Mit der Zwillingsbildung, wie sie auch in der Natur vorkommt, hat sie nichts zu tun.
 
Das berühmte Klonschaf Dolly war 1996 das erste Tier, bei dem das Verfahren Technik funktionierte. Dolly war die einzige Überlebende aus 277 Versuchen. Bis heute wurden Affen, Katzen, Hunde, Pferde, Esel, Kaninchen, Schafe, Schweine, Kühe, Ratten und Mäuse geklont. Fast immer müssen hunderte Klone sterben, ehe ein Tier lebend zur Welt kommt. Und genau wie Dolly sind die Tiere, die zunächst überleben, oft krank und sterben früh.
 
 

Klonen und Gentechnik

Klonen zielt darauf ab, genetisch identische Tiere zu schaffen. Schäden oder Veränderungen, die beim Klonen am Erbgut der Tiere auftreten können, sind unbeabsichtigt. Das Klonen ist für sich genommen deshalb keine „Gentechnik“, sondern ganz allgemein eine „Biotechnik“. Genforscher wollen das Erbgut von Tieren gezielt verändern, um Tiere mit ganz neuen Eigenschaften zu züchten.
 
Sie haben am Klonen ein besonderes Interesse: In die Körperzelle, die man dem erwachsenen Tier entnimmt, kann man auch fremdes Erbgut injizieren und so nicht nur genetisch identische Tiere schaffen, sondern auch neue, genetisch veränderte Tiere erzeugen.
 
Vor allem bei der Genmanipulation von Schweinen, Rindern, Schafen oder Ziegen, wo die bisherige Gentechnik völlig versagte, setzen Wissenschaft und Industrie auf das neue Verfahren. Für die Tiere bedeutet dies, dass man die Grausamkeiten des Klonens mit denen der Gentechnik kombiniert und auf die Spitze treibt.
 
Das Klonen von Tieren ist allein schon grausam genug und muss verhindert werden. Eine Zulassung von Klontieren zur Lebensmittelerzeugung wäre aber nur der erste Schritt, um anschließend auch Lebensmittel von genmanipulierten Tieren auf den Markt zu bringen. Deshalb muss das Klonen von Tieren zur Lebensmittelerzeugung jetzt gestoppt werden.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Klonen für Lebensmittel
Klonen und Verbrauchersicherheit
Kampagne: Klonfreie Nahrungsmittel
Resolution des Europaparlament (03.09.08)
Tierschutzbund fordert Klonverbot (01.09.08)
 
 

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