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Kein Ziegenelend in Niedersachsen |
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Ein Landschaftsschutzgebiet brachte die Entscheidung: Am 28. Juni hat sich der Kreistag im niedersächsischen Holzminden gegen die Aufhebung dieses Schutzgebietes entschlossen - und damit den Plänen für eine gigantische Ziegenhaltung einen Riegel vorgeschoben. Ein voller Erfolg für den Tierschutz!
Der Deutsche Tierschutzbund, der seit Bekanntwerden der Pläne der Firma Petri (Petrella-Käse) gemeinsam mit seinem Landesverband Niedersachsen und dem örtlichen Tierschutzverein gegen das Großprojekt kämpft, sieht sich bestätigt. Das gemeinsame Engagement der Bürgerinnen und Bürger mit dem Deutschen Tierschutzbund und anderen Umweltverbänden zeigt Wirkung. |
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HintergrundDie Firma Petri hatte die Landesdomäne Heidbrink (Landkreis Holzminden) im Sommer 2009 gekauft. Bald wurden ihre Pläne für die größte Ziegenfabrik Europas bekannt, mit der erstmals in Deutschland industrielle Ziegenhaltung realisiert würde, wie sie bislang nur bei der Massenhaltung von Schweinen, Rindern und Geflügel existiert. Bisher werden Ziegen meist in kleinen bäuerlichen Betrieben gehalten, deren Existenz durch eine Massenhaltung massiv gefährdet wäre. Industrielle, ganzjährige Stallhaltungen von Ziegen ohne Weidegang sind nicht artgerecht und verstoßen darüber hinaus gegen EU-Vorgaben zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen.
Die Firma Petri plante auf der Domäne Heidbrink in drei Großställen insgesamt über 7.500 Milchziegen zu halten. Dazu wären nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes jährlich mindestens 7.500 Lämmer hinzugekommen. Für die männlichen Jungtiere gibt es in Deutschland keinen Absatzmarkt. Deshalb hätte es - wie in den Niederlanden- dazu kommen können, dass die Böckchen in tagelangen Fahrten nach Südeuropa transportiert worden wären, um dort geschlachtet oder geschächtet zu werden.
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