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Kampagnen und Aktionen

Gegen Welpenverkauf im Zoogeschäft

 
 

Protest gegen Zoo Zajac



Der Deutsche Tierschutzbund protestiert gegen den Verkauf von Hundewelpen bei Zoo Zajac in Duisburg. Mit Klick vergrößern.

Der "Tier-Supermarkt" Zoo Zajac in Duisburg bietet nach Katzenwelpen - bereits 2008 - seit Januar 2012 auch Hundewelpen ab der neunten Lebenswoche zum Verkauf an. Dagegen hat der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit dem Tierschutzzentrum Duisburg vor dem Zoofachhandel demonstriert und wird sich auch weiterhin für ein Verkaufsverbot von Welpen über solche Geschäfte stark machen.
 
Darüber hinaus appelliert der Deutsche Tierschutzbund an Züchter und Halter, keine Welpen an einen profitorientierten Zwischenhändler zu liefern. Auch verantwortungsvolle Hundeinteressenten sollten niemals in einem Zoohandel nach einem passenden Hund suchen.
 


Mehr als 200 Tierschützer nahmen an der Demonstration teil. Mit Klick vergrößern.


 
 

Verkauf von Katzen- und Hundewelpen


Aus Tierschutzsicht ist der Verkauf von Katzen- und Hundewelpen im Zoogeschäft abzulehnen. Denn
die Tiere können dort nicht verhaltensgerecht untergebracht werden. Für die Welpen sind die begrenzten Räumlichkeiten eine Qual, die Präsentation bedeutet dauernden Stress. Auch ihren sozialen und zeitlichen Ansprüchen kann nicht Rechnung getragen werden.
 
Hundewelpen sollten direkt nach der Entwöhnung von der Mutter innerhalb der so genannten Prägephase, die circa mit der zwölften Woche endet, zum späteren Halter. Dies ermöglicht den Aufbau einer guten und stabilen Bindung an eine Bezugsperson und die Gewöhnung an die zukünftigen Lebensumstände. Fehler und Mängel in der Prägephase der Welpen können zu lebenslangen Verhaltens-problemen führen. Isoliert und reizarm gehaltene Jungtiere entwickeln durch sozialen Erfahrungsentzug zwangsläufig solche Störungen.
 


© Tessy Lödermann

Mit dem Verkauf im Zoogeschäft gehen außerdem oft Lockangebote einher, die auf spontane Entscheidungen bei den Kunden zielen. Eine sachkundige Beratung ist dabei meist nicht gegeben. Ohne sorgfältige Vorüberlegungen landen viele Hunde aus solchen Spontankäufen später in Tierheimen, weil sie doch nicht in die Lebensplanung passen.
 
Darüber hinaus befürchtet der Deutsche Tierschutzbund, dass Welpen, die im Zoohandel angeboten werden, überwiegend aus Massenzuchten stammen. Für verantwortungsvolle Züchter sollte eine Abgabe ans Zoofachgeschäft nie in Frage kommen. Und wer sich für einen Hund als treuen Gesellen interessiert, sollte sich in den Tierheimen informieren und beraten lassen und dann entscheiden. Dort warten neben Hunden und Katzen auch andere Tiere auf eine zweite Chance.
 
  Mehr zu diesem Thema:
Illegaler Welpenhandel
Hunde
Katzen
 
Pressemeldungen
Tierschutzbund lehnt Welpenverkauf im Zoofachhandel ab (11.01.12)
Werden Hundewelpen in Duisburger Tiermarkt verramscht? (08.03.11)
 
Downloads
Schreiben an Zoo Zajac (16.02.2011, PDF)
Schreiben an das Veterinäramt Duisburg (14.03.2011, PDF)
 
 

Aktuelle Kampagnen
 
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