Für ein Ende der Moschusenten-Mast

Moschusente mit gerupftem Gefieder
In der Intensivhaltung entwickeln Moschusenten starke Verhaltensstörungen, die sich unter anderem durch Federpicken oder Kannibalismus gegen ihre Artgenossen äußern.

Moschusente - im Handel oft als Barbarie- oder Flugente gelistet - gilt als Delikatesse. Der Deutsche Tierschutzbund geht davon aus, dass bundesweit etwa 1,5 Millionen der Entenvögel gehalten werden. Kaum bekannt ist, unter welchem Stress die stark territorialen Tiere bei der intensiven Masthaltung leiden - in großen, dicht besetzten Gruppen ohne Ausweichmöglichkeit. Aus Kosten- und Hygienegründen erhalten die Wasservögel außerdem keinen Zugang zu Badewasser.

Da sie so viele arteigene Verhaltensweisen nicht ausleben können, entwickeln die Tiere in der Folge starke Verhaltensstörungen, die sich unter anderem durch Federpicken und Kannibalismus gegen ihre Artgenossen äußern. Um das zu verhindern, werden aber nicht die Haltungsbedingungen verbessert, sondern vorbeugend die Schnäbel und Krallen der Tiere gekürzt, um Verletzungen zu minimieren. Als erste und oft einzige Maßnahme gegen das Federpicken werden die Tiere durch Lichtreduktion ruhig gestellt. Häufig werden sie sogar während der gesamten Mastdauer im Dunkeln gehalten.

Selbst unter verbesserten Haltungsbedingungen mit Auslauf, Bademöglichkeit und geringeren Besatzdichten treten die Probleme von Federpicken und Kannibalismus auf. Da die Moschusente ursprünglich in Sumpfgebieten beheimatet ist, auf Bäumen brütet und einen Großteil der Zeit allein mit den Küken oder im Paar verbringt, ist eine wirklich artgerechte Haltung in größeren Gruppen und in wirtschaftlich tragfähiger Form aus Tierschutzsicht nicht umsetzbar.

Das tun wir

Deshalb kämpft der Deutsche Tierschutzbund für ein deutschlandweites Verbot der gewerblichen Haltung von Moschusenten. Wir haben bundesweit den Handel angeschrieben und aufgefordert, Moschusentenprodukte aus den Regalen zu nehmen. Durch eine sofortige Auslistung entsprechender Artikel können Händler ein Zeichen für den Tierschutz setzen und einen wichtigen Impuls für gesetzliche Änderungen geben.

Sie können helfen

Wir setzen uns für ein Ende der Moschusenten-Mast ein. Unterstützen Sie uns - denn der Verbraucher hat die Macht: Verzichten Sie auf Moschusentenprodukte!