Elektrische Kurzzeitbetäubung

Schafe auf der Weide.
Schafe werden besonders häufig geschächtet.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Schlachten ohne Betäubung wesentlich belastender für die Tiere ist als mit Betäubung, da die Tiere die Schmerzen durch den Schnitt und den Blutentzug unter Todesangst bewusst miterleben.

Eine Kurzzeitbetäubung mit elektrischem Strom tötet ein Tier nicht, sondern betäubt es nur, so dass es den Schächtschnitt nicht spürt. Dem Tier bleiben mit der Elektrokurzzeitbetäubung viele Leiden und Schmerzen erspart.

  • Dabei schlägt das Herz weiter und das betäubte Tier blutet genauso gut aus wie ein unbetäubtes.
  • Die Elektrokurzzeitbetäubung verletzt das Tier nicht. Findet der Schächtvorgang nicht statt, wird das Tier innerhalb von Minuten wieder wach und kann unverändert weiterleben.

Dem Genuss von geschächteten Fleisch gemäß den Anforderungen der religiösen Speisevorschriften steht diese Betäubungsmethode damit nicht entgegen. Mit ihr können den Belangen des Tierschutzes und der Religion gleichermaßen Rechnung getragen.

Die meisten Moslems in Deutschland haben die Elektrokurzzeitbetäubung längst akzeptiert. Auch der Dachverband der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religionen (DITIB) rief anlässlich des islamischen Opferfest 2009 dazu auf, Tiere beim Schächten nicht zu quälen. "Es spricht nichts dagegen, die Tiere vor dem Schächten durch einen Elektroschock oder durch ähnliche Mittel zu betäuben, um ihnen unnötige Qualen zu ersparen", erklärte die Organisation. Der Deutsche Tierschutzbund bittet alle, diese Methode zur Vermeidung von Schmerzen und Leiden für die Schlachttiere zu unterstützen.