Rindermast

Mastrinder hinter Gitter. © S. Gramann
© S. Gramann

Die Haltung von Rindern, die für die Mast bestimmt sind, ist gesetzlich nicht geregelt. Mastbullen werden meist intensiv gemästet. Das heißt: Sie kommen nie nach draußen, sondern werden im Stall auf Vollspaltenböden gehalten. Die Tiere leben zwar in Gruppen, aber das Platzangebot ist so gering, dass sie kaum gleichzeitig liegen können. Einem Bullen, der gegen Ende der Mast 650 bis 700 Kilogramm wiegt, steht in der Regel nur eine Fläche von zwei bis zweieinhalb Quadratmetern zur Verfügung.

Die Folgen dieser nicht tiergerechten Unterbringung sind Verhaltensstörungen sowie Schäden an Haut und Gliedmaßen. Da die Tiere sich gegenseitig treten oder weil der harte Betonboden zu Hautabschürfungen führt, kommt es oft zu Verletzungen und Entzündungen. Schmerzhafte Entzündungen der Schwanzspitzen treten häufig auf, weil der Schwanz ständig auf dem Spaltenboden liegt oder durch die Spalten hindurch rutscht und in der Gülle hängt.

Fütterung

Um hohe Gewichtszunahmen zu erreichen, besteht das Futter hauptsächlich aus energiereicher Maissilage und Kraftfutter. Diese Fütterung entspricht kaum noch den Bedürfnissen der Rinder als Wiederkäuer und Verdauungsprobleme sind die Folge.

Alternative Haltung

Neben der Intensivmast gibt es auch tierfreundliche Haltungen auf der Weide sowie in einem mit Stroh eingestreuten Stall. Die Rinder haben dort ein größeres Platzangebot, eine weiche Liegeflächen. Sie werden rohfaserreicher gefüttert. Haltungsbedingte Verhaltenstörungen und Erkrankungen gibt es hier nicht. Diese Form der Tierhaltung findet man zum Beispiel bei Bauern, die sich dem NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung angeschlossen haben.