Schenkelbrand

Unser Kampagnenmotiv gegen Schenkelbrand
Unser Kampagnenmotiv gegen Schenkelbrand

Immer noch wird bei vielen Fohlen ein Brandzeichen am Schenkel angebracht, obwohl die Jungtiere dadurch eine hochgradige Verbrennung erleiden. Durch die gezielte Verbrennung bleibt die Brandnarbe als permanentes Markenzeichen, mit dem das jeweilige Zuchtgebiet repräsentiert wird, zurück.

Der Eingriff ist schmerzhaft und die Schmerzen halten mehrere Tage an. Das Brandzeichen dient in erster Linie als Werbezweck für den jeweiligen Zuchtverband und stellt keine unverwechselbare Kennzeichnungsmethode dar. Eine individuelle und unverwechselbare Kennzeichnung ist nur durch einen Transponderchip gewährleistet, mit dem seit dem 1. Juli 2009 alle Fohlen EU-weit gekennzeichnet werden müssen.

Im April 2012 setzte der Deutsche Tierschutzbund mit einem Foto-Pressetermin in Verden (Aller) ein Zeichen gegen den tier-
quälerischen Heißbrand bei Pferden. Den Anlass bot die 126. Elite-Auktion der Hannoveraner Reitpferde und Fohlen. Alle Zuchtverbände, allen voran der Hannoveraner Verband, die das Brandzeichen als Wirtschafts-Markenzeichen behalten wollen, waren an diesem Wochenende vertreten und stellten ihre Elite-Fohlen zum Verkauf.

Aktuelle politische Lage auf Bundesebene

Der Entwurf einer Änderung des Tierschutzgesetzes sah ein Verbot des Schenkelbrandes bei Pferden vor. Leider wurde dieser Passus wieder gestrichen und das geänderte Tierschutzgesetz trat ohne Schenkelbrand-Verbot im Juli 2013 in Kraft. Trotzdem kämpfen wir weiter für ein Verbot, denn der Schenkelbrand fügt den Tieren unnötig Leid zu und ist spätestens mit der Verordnung aus dem Jahr 2009 und der verpflichtenden Kennzeichnung der Fohlen mit Mikrochip überflüssig geworden. 

Im Oktober 2010 hatte der Bundesrat einem Antrag von Rheinland-Pfalz auf Verbot des Schenkelbrandes zugestimmt. Der Deutsche Tierschutzbund fordert bereits seit Jahren das Verbot dieser Tierqual und hatte im Vorfeld die Diskussion im Bundesrat aktiv begleitet.